"Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Austausch zu Themen über die Wiederkunft Christi

Moderator: BC Editor

Verheißungen an Abraham

Beitragvon enzi am Fr 15. Feb 2008, 23:16

Hallo Annette,

das hattest Du mich schon mal gefragt...
bayernfee hat geschrieben:Das mit Abraham interessiert mich. Wo hat Gott profezeit den Abraham und nur Teile davon haben sich erfuellt?
Kannst Du mir bitte die Versnummer sagen?

... und meine Antwort darauf war nicht klar genug, wie ich jetzt sehe. Möchte das nun hiermit nachholen. Ich glaube, dass Gott ALLE seine Prophezeiungen erfüllt hat bis auf die, die zeitlich noch ausstehen. Zu den bereits erfüllten Verheißungen an Abraham gehören eine zahlreiche Nachkommenschaft und das gelobte Land. Doch die Erfüllung dieser Verheißungen erlebte Abraham nicht mehr. Er wurde zwar Vater und Großvater vieler Kinder und Enkel, doch er starb, noch bevor Israel ein großes Volk wurde. Und Abraham lebte längst nicht mehr, als eine ganz besondere Voraussage in Erfüllung ging. Zu den verheißenen Nachkommen Abrahms gehört nämlich auch Jesus Christus!
Gal 3,16 Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: »und deinem Nachkommen« (1.Mose 22,18), welcher ist Christus.

Aus Glauben heraus gehorchte Abraham Gott in allem, was er ihm gebot. Er verließ seine Heimat, kehrte dem Götzentum den Rücken und zog als Nichtsesshafter in ein ihm unbekanntes Land. In treuem Gehorsam vollzog er damit den ersten wichtigen Schritt zur Gründung eines Volkes, dass von Gott geleitet werden sollte. Abraham bleibt Gott weiterhin treu, auch wenn er nur den Anfang von Gottes Segnungen zu sehen bekam.

Daraus können wir auch für unseren Glauben lernen. So sollte auch unser Glauben nicht erschüttert werden, wenn das, was wir von Gott erwarten, ausbleibt, sich nur zum Teil erweist oder die Erfüllung sich hinzieht. Eines macht nämlich die Geschichte mit Abraham klar: Gott hält sein Wort, auch wenn es unserer zeitlichen Vorstellung nicht immer so passt. So warten auch heute noch Gläubige auf der ganzen Welt auf eine Verheißung, die Gott uns vor fast 2.000 Jahren durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus gab:
Offb 22,20 Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus!

Liebe Grüße Reinhard
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Re: Verheißungen an Abraham

Beitragvon BC Editor am Sa 16. Feb 2008, 09:04

Hallo lieber Reinhard,

zwei kurze Anmerkungen zu den nachfolgenden Teilen Deines Beitrags:
enzi hat geschrieben: ... Daraus können wir auch für unseren Glauben lernen. So sollte auch unser Glauben nicht erschüttert werden, wenn das, was wir von Gott erwarten, ausbleibt, sich nur zum Teil erweist oder die Erfüllung sich hinzieht. Eines macht nämlich die Geschichte mit Abraham klar: Gott hält sein Wort, auch wenn es unserer zeitlichen Vorstellung nicht immer so passt.

Wir sollten unterscheiden zwischen (a) etwas, was Gott verheisst , und (b) etwas, was wir im Gebet von Gott erbeten.
Gott hat Abraham Verheissungen und Zusagen gegeben, und was Gott verheisst, das kommt auch zustande, dessen war sich Abraham bewußt und das glaubte und darauf vertraute er (vgl. Röm 4) Wenn wir aber etwas von Gott erbitten, dann sieht die Sache doch etwas anders aus, weil Gott ja keine konkrete Verheißung gegeben hat, dass Er unser Gebet immer erfüllen wird ... Ich denke, wir alle haben bereits erlebt, dass wir um etwas gebeten haben, was -- aus unterschiedlichsten Gründen die uns eventuell später klar werden oder auch nicht -- nicht erfüllt wurde. Da hilft es nicht, unerschütterlich zu glauben, dass das, was wir bitten, zustande kommen muss .... denn es muss nicht zustande kommen, weil wir viellleicht um etwas bitten, was gar nicht dem Willen Gottes entspricht.
enzi hat geschrieben:... So warten auch heute noch Gläubige auf der ganzen Welt auf eine Verheißung, die Gott uns vor fast 2.000 Jahren durch seinen geliebten Sohn Jesus Christus gab:
Offb 22,20 Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. - Amen, ja, komm, Herr Jesus!

Hier sollten wir beachten, dass diese Verheissung eine konkrete zeitliche Aussage bzgl. der Erfüllung enthält ... "komme BALD" ! Auch lesen wir, wie hier betont wird, dass Jesus dies nicht nur "spricht" sondern auch "bezeugt".

Dies war nicht der Fall bei den Verheißungen, die Gott seinerzeit Abraham gab. Damals gab es kein "bald" (oder wie in anderen Weissagungen über dieses Ereignis ein "in dieser Generation" oder "einige werden noch am Leben sein", oder "wir werden nicht alle entschlafen sein", wie man sie an verschiedenen Stellen in den NT Schriften in den Worten Jesu und seiner Apostel liest. Man kann daher nicht so einfach das "bald" auf "2000 Jahre plus {unbekannte Zahl Jahre} " ausdehnen und dies damit begründen, dass Abraham ja auch nicht die ihm gegebenen Verheißungen zu seinen Lebzeiten in Erfüllung gehen sah.

Nachdem mir diese Wahrheiten vor einigen Jahren mal endlich klar wurden, bin ich nun der Auffassung, dass Jesu Zeugnis bzgl. des "komme BALD" wahr ist, und er in der Tat "bald" nach dieser Aussage (innerhalb weniger Jahre, im Zusamme nhang mit den Ereignissen des Gerichts über Israel und Jerusalem ca 70 n.Chr.) kam .... und dass das Zeugnis und die späteren Lehren der Kirchen, die sein Kommen (selbst jetzt nach fast 2000 Jahren) in eine noch immer unbekannte Zukunft legen, falsch sind.

Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende.
Gottes Segen,
Wolfgang Schneider

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Kommt Jesus BALD oder SCHNELL?

Beitragvon enzi am Sa 16. Feb 2008, 16:09

Lieber Wolfgang,

Deiner ersten Anmerkung stimme ich uneingeschränkt zu.
BC Editor hat geschrieben:Ich denke, wir alle haben bereits erlebt, dass wir um etwas gebeten haben, was -- aus unterschiedlichsten Gründen die uns eventuell später klar werden oder auch nicht -- nicht erfüllt wurde.

Ja, dies kenne ich. Es war nicht leicht, zu verstehen, dass erbetene Verheißungen menschlichem Wunschdenken entspringen. Deren Nicht- oder nur Teil-Erfüllung ließ mich zwar straucheln, brachte mich aber letztendlich näher zu Gott, als ich erkannte, dass ich mich selbst getäuscht hatte, und nicht Er mich.

Wie aber ist folgende Aussage zu den Verheißungen zu verstehen...
Hebr 11,39-40 Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.
... als Einschränkung oder als Erweiterung im Sinne einer tieferen Erfüllung?

Nun zu Deiner zweiten Anmerkung, zur Ankündigung Jesu Wiederkunft (Off 22,20).
BC Editor hat geschrieben:Hier sollten wir beachten, dass diese Verheissung eine konkrete zeitliche Aussage bzgl. der Erfüllung enthält ... "komme BALD" !

Wäre Jesu Aussage zeitlich "konkret", bräuchten wir darüber kaum zu diskutieren. Ich halte diese Aussage überhaupt nicht mehr für konkret, nachdem ich mich intensiv mit ähnlich gelagerten Aussagen, auch im AT, auseinander gesetzt habe. Immer schon hat Gott seinem Volk Verheißungen gegeben, die auf den ersten Blick zeitnah erscheinen ("bald", "schnell", "eilends", "nahe"), sich aber innerhalb der erwarteten Zeitspanne nur teilweise (Abraham: zahlreiche Nachkommen; s.o.) oder erst viel später erfüllt haben (Abraham: gelobtes Land; Gal 3,16; s.o.). Und einige sehr wichtige Erfüllungen stehen weiterhin und nunmehr seit Jahrtausenden aus.

Ist es für unseren Glauben und das Heil wichtig, dass wir die zeitliche Dimension in den Prophezeiungen über das geschriebene Wort hinaus interpretieren? Warum nur wurde Jesus nicht konkreter, als er gefragt wurde, WANN das alles geschehen werde (Mt 24)? Wenn die Kenntnis von erfüllten Prophezeiungen auch unseren Glauben stärken mag, so wäre es fatal, würde unser Glauben alleine darauf basieren. Wer Noah erst glaubte, als das Wasser bereits vom Himmel fiel, wurde nicht mehr gerettet. Wahrer Glauben erfordert keine konkreten Beweise, sondern basiert allein auf Liebe, Vertrauen und Geduld.
Hebr 11,1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

Eine Bestimmung des Zeitpunktes von Jesu Wiederkunft halte ich nicht nur für unmöglich, weil die zeitlichen Angaben dazu nicht konkret sind, sondern auch für abträglich. Unsere konträren Sichtweisen dazu sehe ich eher als nebensächlich, wenn wir das gemeinsame Ziel dabei nicht aus den Augen verlieren. Auch die Apostel und die ersten Gemeinden (Off 2-3) waren sich in diesen Dingen nicht einig, werden deswegen aber nicht verworfen. In der Mahnung, die solche Ankündigungen beinhalten, erkenne ich, dass wir jederzeit mit Jesu Wiederkunft rechnen sollten.

Würden wir einen Konsens in der Übersetzung finden, uns z.B. auf "Ich komme BALD" einigen, würden wir auch dies weiterhin unterschiedlich bewerten, doch was bedeutet das schon? Beinhaltet Jesu Ankündigung seiner Wiederkunft, egal ob in 40 oder in 2.000 Jahren, nicht etwas viel Wichtigers als eine wie auch immer zu verstehende Konkretisierung in zeitlicher Hinsicht, obwohl nicht mal Jesus den Zeitpunkt kannte (Mt 24,36)?

Jesus ermahnt uns, allzeit bereit zu sein, egal wann immer er vor der Tür steht und anklopft!
Off 3,20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

Eine konkrete Zeitangabe dagegen würde eine stete Bereitschaft als nicht erforderlich erscheinen lassen. Wohl aus diesem Grunde präzisiert Jesus den Zeitpunkt seiner Wiederkunft nicht mehr.
Off 3,3 ...und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.

Warum also sollten wir den Zeitpunkt der Wiederkunft näher bestimmen, wenn er uns doch nur von dem ablenkt, was zu tun ist? Ob Jesus bereits gekommen ist, nochmals kommt, in Kürze kommen wird, wie viele das heute glauben, oder ob er für jeden einzelnen zu unterschiedlichen Zeiten kommt - wir sollten weder die Geduld verlieren, noch sollten wir nachlässig werden in der Meinung, es sei noch Zeit genug. Auch dann, wenn die erwarteten Dinge ausbleiben oder sich auch nur verzögern, sollten wir den Glauben bewahren und Gottes Gebote befolgen.
Offb 14,12 Hier ist Geduld der Heiligen!
Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus!


Wer heute die sogenannte "Endzeit" berechnet, wie das viele tun, übersieht meist dabei, dass sie längst begonnen hat, nämlich vor rund 2.000 Jahren, als Jesus seinen Schülern erklärte:
1Joh 2,18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.


Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende
und Gottes Segen

Reinhard
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Re: Kommt Jesus BALD oder SCHNELL?

Beitragvon BC Editor am So 17. Feb 2008, 14:35

Lieber Reinhard,

einige weitere Anmerkungen zu Deinen Ausführungen
enzi hat geschrieben:Wie aber ist folgende Aussage zu den Verheißungen zu verstehen...
Hebr 11,39-40 Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden.
... als Einschränkung oder als Erweiterung im Sinne einer tieferen Erfüllung?
Die erwähnten Glaubenden erlangten nicht, was verheissen war, weil die Erfüllung jener Verheissungen nicht für ihre Zeit sondern eine spätere Zeit verheissen war .... und dies war so, weil Gottes Plan insgesamt es so vorsah.
enzi hat geschrieben:Nun zu Deiner zweiten Anmerkung, zur Ankündigung Jesu Wiederkunft (Off 22,20).
BC Editor hat geschrieben:Hier sollten wir beachten, dass diese Verheissung eine konkrete zeitliche Aussage bzgl. der Erfüllung enthält ... "komme BALD" !
Wäre Jesu Aussage zeitlich "konkret", bräuchten wir darüber kaum zu diskutieren. Ich halte diese Aussage überhaupt nicht mehr für konkret, nachdem ich mich intensiv mit ähnlich gelagerten Aussagen, auch im AT, auseinander gesetzt habe. Immer schon hat Gott seinem Volk Verheißungen gegeben, die auf den ersten Blick zeitnah erscheinen ("bald", "schnell", "eilends", "nahe"), sich aber innerhalb der erwarteten Zeitspanne nur teilweise (Abraham: zahlreiche Nachkommen; s.o.) oder erst viel später erfüllt haben (Abraham: gelobtes Land; Gal 3,16; s.o.). Und einige sehr wichtige Erfüllungen stehen weiterhin und nunmehr seit Jahrtausenden aus.

Da würde mich interessieren, welche dieser Weissagungen / Verheissungen im AT (z.B. an Abraham) "bald", "schnell", "eilends" als zeitliche Bestimmung für ihre Erfüllung enthielten? Manche lesen da "zeitnah" in Weissagungen hinein, die gar keine konkreten Zeitangaben enthalten ... interessanterweise genau das Gegenteil von dem, was sie dann machen, wenn sie Weissagungen lesen, die solche Zeitangaben enthalten, dann aber als "noch nicht erfüllt" interpretiert werden ....
Ich denke, Gott hat mit Seinen Voraussagen durch die Propheten und auch durch Seinen Sohn sehr wohl verständliche Angaben gemacht, und wenn etwas sich "bald" und/oder während Lebzeiten einer Generation/Person ereignen sollte, dann ist es auch so eingetroffen. Wenn die Erfüllung einer Voraussage zeitlich nicht näher bestimmt war, hat sich die Sache sozusagen "zu ihrer Zeit" dann erfüllt.
enzi hat geschrieben:Ist es für unseren Glauben und das Heil wichtig, dass wir die zeitliche Dimension in den Prophezeiungen über das geschriebene Wort hinaus interpretieren?

Nicht "über das geschriebene Wort hinaus" ... eben deshalb sollten wir nicht die zeitliche Dimension auf "tausende Jahre" ausdehnen, wenn das geschriebene Wort uns darlegt, dass die Sache "bald" bzw noch zu Lebzeiten einiger derer geschehen würde, welche die ursprüngliche Prophezeiung erhielten.
enzi hat geschrieben:Warum nur wurde Jesus nicht konkreter, als er gefragt wurde, WANN das alles geschehen werde (Mt 24)?

Jesus wurde ziemlich konkret ... und ließ lediglich "Tag und Stunde" aus, weil diese auch ihm selbst nicht bekannt waren.

Er benutzte den Vergleich mit einer Frau in Wehen .... bzgl. der Zeit ihrer Niederkunft kann man in soweit konkret werden, als sich ein bestimmter Zeitrahmen für eine Geburt festlegen lässt (es wird am Ende der Zeitdauer einer Schwangerschaft sein), aber den genauen Tag und die genaue Zeit vorauszusagen, das ist selbst der Frau nicht möglich, weil sie dies nicht im voraus weiß. Jesus legte den zeitlichen Rahmen für sein Kommen (das Kommen des Menschensohns) fest mit seinen Angaben, dass dies "bald" geschehen würde, dass es noch zu Lebzeiten einiger seiner Zuhörer sein würde, dass es im Zusammenhang mit einer kommenden Belagerung und Zerstörung der Stadt Jerusalem sein würde, dass es noch "in dieser (seiner) Generation" sein würde ...

Er stellte einen Vergleich im Hinblick auf das ZEITLICHE ELEMENT an, der leider zumeist völlig falsch verstanden wird, indem Ausleger nicht die zeitliche Komponente sondern eine ganz andere "vergleichen" wollen. Jesus betont, dass die Jünger wissen, dass DER SOMMER NAHE ist, wenn sie sehen, wie der Feigenbaum saftig wird und Blätter treibt. Wenn sie nun die von ihm vorausgesagten Ereignisse (z.B. die Drangsal im Zusammenhang mit der Belagerung der Stadt Jerusalem, usw) sehen würden, dann würde das Kommen des Menschensohn "nahe vor der Tür" sein, also unmittelbar bevorstehen. Die von Jesus erwähnten Dinge ereigneten sich von ca. 67 n.Chr. an ....
Viele Ausleger scheinen aber den Punkt des Gleichnisses völlig zu übersehen und nehmen statt dessen den Feigenbaum als Hauptpunkt ihrer Auslegung und vergleichen "Feigenbaum" mit "Israel" usw .... wovon Jesus absolut NICHTS sagte. Er redete von verschiedenen Dingen, die sich in der Generation seiner Zuhörer ereignen würden, und betonte dann, dass das Ende und Kommen des Menschensohns "nahe vor der Tür sein" würde, sobald sie diese Dinge zustande kommen sehen würden, so sicher wie der Sommer nahe bevorsteht, sobald ein Feigenbaum (und andere Bäume !! ... vgl. Mk 13) saftig werden und Blätter treiben. Jesus redet hier NICHT von einer "Wiederaufrichtung des Feigenbaums Israel", wie so viele Ausleger uns weismachen wollen.
enzi hat geschrieben:Eine Bestimmung des Zeitpunktes von Jesu Wiederkunft halte ich nicht nur für unmöglich, weil die zeitlichen Angaben dazu nicht konkret sind, sondern auch für abträglich. Unsere konträren Sichtweisen dazu sehe ich eher als nebensächlich, wenn wir das gemeinsame Ziel dabei nicht aus den Augen verlieren. Auch die Apostel und die ersten Gemeinden (Off 2-3) waren sich in diesen Dingen nicht einig, werden deswegen aber nicht verworfen. In der Mahnung, die solche Ankündigungen beinhalten, erkenne ich, dass wir jederzeit mit Jesu Wiederkunft rechnen sollten.

Zu jener Zeit war es in der Tat so, dass Jesu Wiederkunft, das Kommen des Menschensohn nahe bevorstand ... und die Gläubigen damals rechneten daher damit, dass es "bald" und sozusagen "jederzeit" sein konnte. Wir aber befinden uns nicht in deren Situation ...
Die Gläubigen des AT schauten voraus und erwarteten irgendwann die Geburt des verheissenen Messias ... Wir heute aber haben diese Hoffnung und Erwartung nicht ... warum nicht ? Weil wir auf der großen Zeitachse nicht mehr "vor der Geburt Christi" leben wie die AT Gläubigen, sondern "nach der Geburt Christi". Ist deswegen unser Glaube irgendwie negativ beeinflußt, weil wir quasi "aus einer anderen zeitlichen Perspektive" an Christus glauben, verglichen mit der zeitlichen Perspektive der AT Gläubigen?
Die Gläubigen im 1. Jhdt n.Chr. hofften auf die Erfüllung der Prophezeiung des Kommens des Menschensohns, die laut Jesu Worten und Lehren "nahe" bevorstand, noch "in dieser Generation" sein sollte, usw. Die Prophezeiung erfüllte sich wie vorausgesagt .... Wir heute leben ca. 2000 Jahre später, was ist nun so negativ oder problematisch, wenn wir aus einer anderen zeitlichen Perspektive auf das Kommen des Menschensohns schauen als es die ersten Christen vor seinem Kommen taten?
enzi hat geschrieben:Jesus ermahnt uns, allzeit bereit zu sein, egal wann immer er vor der Tür steht und anklopft!
Off 3,20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.

Eine konkrete Zeitangabe dagegen würde eine stete Bereitschaft als nicht erforderlich erscheinen lassen. Wohl aus diesem Grunde präzisiert Jesus den Zeitpunkt seiner Wiederkunft nicht mehr.

S.o. ... warum es keine konkretere "Tag und Stunde" Angabe gab und geben konnte.

Die Vorstellung aber, Jesu Kommen müsse quasi immer "unbekannt" sein, damit "eine stete Bereitschaft erforderlich" ist, würde ja bedeuten, dass Jesus NIEMALS kommen kann, weil es ja dann irgendwann Leute geben würde, die nicht mehr "bereit" sein könnten .... um aber eine "stete Bereitschaft" zu motivieren, wäre es notwendig, dass das Kommen Jesu immer in der Zukunft sein müßte und somit NIE tatsächlich eintreten dürfte. Ich würde sagen, diese Idee als Erklärung für ein noch immer zukünftiges Kommen Jesu kann so nicht korrekt sein.
enzi hat geschrieben:Warum also sollten wir den Zeitpunkt der Wiederkunft näher bestimmen, wenn er uns doch nur von dem ablenkt, was zu tun ist? Ob Jesus bereits gekommen ist, nochmals kommt, in Kürze kommen wird, wie viele das heute glauben, oder ob er für jeden einzelnen zu unterschiedlichen Zeiten kommt - wir sollten weder die Geduld verlieren, noch sollten wir nachlässig werden in der Meinung, es sei noch Zeit genug.

Es scheint aber leider so zu sein, als würden viele meinen, dass ein bereits geschehenes Kommen Christi dazu führen würde, dass Gläubige nicht mehr gottesfürchtig leben bräuchten .... was aber eine völlig falsche Vorstellung wäre, die sich biblisch nicht begründen lässt. Zudem sei erwähnt, dass wir ja sowieso nicht wissen, wie viele Tage uns in unserem Leben hier bleiben, um zu Gottes Ehre und Wohlgefallen zu leben! Auch wenn sein Kommen erst in 200 Jahren wäre, so hilft das einem Menschen, der morgen stirbt, nicht weiter ... oder? Mir scheint, es gibt eine Reihe von Lehren bzgl. der Bedeutung des Kommens Christi als "Motivation für gottesfürchtiges Leben", die völlig unbiblisch sind.

Hab noch einen erholsamen Tag,
Herzliche Grüße und
Gottes Segen,
Wolfgang Schneider

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die LETZTEN Tage

Beitragvon enzi am Sa 24. Mai 2008, 11:19

Lieber Wolfgang,

Du schreibst: »Die erwähnten Glaubenden erlangten nicht, was verheissen war, weil die Erfüllung jener Verheissungen nicht für ihre Zeit sondern eine spätere Zeit verheissen war«.

Deine Argumentation klingt gut, aber könnte ich es nicht ebenso gut genau anders herum formulieren? Und ist nicht gerade die stetige Erwartung des Kommenden unser Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren sollten? Wenn alles schon erfüllt sein soll, wohin sollte ich mich dann noch orientieren? Ich sehe in der Offenbarung eine zweifache zeitliche Dimension der Erfüllung. Geschrieben wurde sie für die Jünger Jesu, die Urgemeinde, die sehnsüchtig den Tag der Wiederkunft ihres Herrn Jesus Christus erwartete, als auch für alle Gläubigen nach dem ersten Kommen 70 nChr. bis auf den heutigen Tag. Die Errettung der Welt, das Kommen Jesu, die Neue Erde, all das steht weiterhin denen bevor, die den Glauben bewahren, Gottes Gebote halten und ausharren. Jesus kann, und das halte ich für den wichtigsten Aspekt der Offenbarung, JEDERZEIT vor der Tür stehen und anklopfen. Es gibt nicht eine Gemeinde, die zeitlich vor der anderen wäre, es betrifft uns ALLE. In Geduld sollen wir uns üben, ebenso wie Noah und seine Angehörigen wohl viele Jahre damit verbrachten, die Arche zu bauen, ausgelacht zu werden, weil sich nichts von dem zeigte, wofür ein solch großes Schiff mitten in der Wüste einen Sinn gemacht hätte. Wenn schon Noah und seine Familie 100 Jahre ausharrten, obwohl sie den Erlöser Jesus noch nicht kannten, sollten wir als Christen nicht auch warten können, selbst wenn der Messias sich noch viele Jahre Zeit lässt mit seinem Kommen?

Es bleibt weiterhin die Frage, wenn sich 70 nChr ALLES erfüllt haben sollte, worin wir dann die Erfüllung all der Verheißungen sehen können, wie eine "Neue Erde", in der das Böse vernichtet wurde, in der die "Hure Babylon" zerschmettert wurde, in der ein kristallklares "Wasser des Lebens" und "Bäume des Lebens" uns erfreuen, wo Lamm und Löwe zusammen friedlich weiden. Nichts von dem hat sich DAUERHAFT auf der Erde bisher eingestellt. Die Erde liegt weiterhin in der Finsternis. Kriege, Hungersnöte, Erdbeben, Seuchen, Hass, Ausbeutung, Armut, Korruption, Sex und Gewalt überall auf der Welt. Wir sind vielmehr mittendrin in der Apokalypse. Aber das ist noch nicht das Ende, sagt Jesus. Erst muss das Evangelium auf der ganzen Erde verkündet werden. Tun wir das weiterhin, und vergessen wir all die Bilder von der menschengemachten Endzeit. Niemand weiß die Stunde noch den Tag, nicht mal der Sohn wusste es, als er auf der Erde war. Nun weiß er es, und sein Reich ist längst aufgerichtet, nur wir sehen es noch nicht.

So wie die Christen und Juden, denn viele von ihnen waren ebenso Anhänger Jesu, waren in hoffnungsvoller Erwartung, als sich die Dinge in Jerusalem in den Jahren 66-73 n.Chr. erfüllten. Aber ist damit bereits ALLES erfüllt? Der Tempel in Jerusalem wurde nicht nur einmal zerstört, auch das Volk Israel wurde mehr als einmal zurück geführt ins gelobte Land. Die Ereignisse wiederholen sich. So wie die Zerstörung des Tempels und die Vernichtung Jerusalems begleitet wurden von Erdbeben, Kriegsgeschrei und anderen vorausgesagten Nöten, in der gleichen Weise durchleben seitdem immer wieder Nationen dieselben Ereignisse. In den Katastrophengebieten Asiens lassen Flutwellen und Erdbeben die Menschen erzittern, in vielen anderen Ländern wie Sudan, Irak, Afghanistan oder Burma erleben die Menschen die HÖLLE auf Erden. Apokalpyse - nicht ein Zeichen der "Endzeit" als vor uns liegende kurze Epoche, sondern als Zeichen der Rache Gottes für all das Böse auf der Welt, seit Schaffung der Erde, und insbesondere, seitdem Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat und sie auch dessen Worte verworfen haben.

Vor rund 2.000 Jahren sagte Jesus, dass die "letzten Tage" mit ihm begonnen haben und dass das Reich Gottes sich "genaht" habe. Auch das "Pfingstwunder" war die Erfüllung einer Voraussage über die "letzten Tage". Der heute gebräuchliche Begriff der "Endzeit" ist eine Verdrehung von Gottes Wort, die oft nur dazu dient, JETZT möglichst viele Menschen zu ängstigen, damit sie sich denen, die solches verkünden, ausliefern. Viele Sekten sammlen kräftig, Menschen und Geld, mit diesen Einschüchterungsmethoden, da es funktioniert. Die "letzten Tage" aber haben die Propheten, Jesus und die Apostel ganz anders beschrieben.

Mt 3,2 ...Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Apg 2,16-17 ...das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5):
»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott,
da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch...
Heb 1,1-2 Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat
zu den Vätern durch die Propheten,
hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn,
den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat.

---------- JESUS kommt BALD ----------

Ob nun Jesus "eilends", "schnell" oder "bald" wieder kommen wollte, seine Voraussage über seine Ankunft in den Wolken könnte sich tatsächlich 40 Jahre danach erfüllt haben (Mt 24, Off 22,20). Möglicherweise wurden hierbei die 144.000 Ausgewählten "entrückt". Jesus aber kam in den Wolken, nicht auf die Erde. Die "Neue Erde", das "Neue Jerusalem", wie uns die letzten Kapitel der Offenbarung verheißen, stehen uns also noch bevor, auch wenn sich vieles von dem, was die Offenbarung ankündigt,
- bereits erfüllt hat,
- sich wiederholt erfüllt,
- oder weiterhin in der Erfüllung ist.

So wie aber Maleachi Jahrhunderte vor Jesus den Erlöser ankündigte, so bedeutet das Wort "bald" nicht zwangsweise, dass sich alles innerhalb nur einer "Generation" erfüllt (Mal 3,1). Ich verstehe nicht, wieso Du einerseits die "1000 Jahre" in Off 20 nicht wörtlich verstehst, andererseits aber so sehr darauf beharrst, dass das Wort "bald" ebenso wie "Generation" wörtlich zu verstehen ist in einem ganz engen Sinne, nämlich exakt auf 40 Jahre. Dem entgegen steht doch schon, dass niemand die Stunde und den Tag kennt. Würde uns auch nur das Jahr der Wiederkunft Christi bekannt sein, wäre es doch verflucht einfach, sich darauf einzustellen, oder? Wie sollte denn "BALD" überhaupt exakt festgelegt werden? Wenn ich meinem Sohn fürsorglich erkläre, dass er BALD zum Zahnarzt müsse, wenn er weiter soviel Süßkram isst, dann verwende ich das Wort "bald" in einer ähnlichen Dimension, wie Jesus es getan hat. Aus Liebe möchte ich verhindern, dass mein Sohn zum Zahnarzt muss wegen schlechter Zähne, und deshalb male ich ihm die düstere Zukunft aus, die sich irgendwann so erfüllen kann. Jesus möchte, dass wir uns vom Schlechten abwenden und warnt uns vor den Folgen, die sich "bald" für uns einstellen, wenn wir nicht umkehren. Jesus steht vor der Tür, nicht in exakt 40 Jahren, sondern jederzeit. Wir müssen nur auf ihn hören, seine Worte aufnehmen und ihm folgen. Jederzeit!

Keinesfalls aber beendeten die Ereignisse um 70 nChr die Erfüllung insgesamt. Es waren die "letzten Tage", der "letzte Tag" aber steht uns noch bevor. Die letzten Tage dauern nunmehr 2.000 Jahre an. Und immer noch sollen wir ausharren. Wenn man allerdings die Katastrophen auf der Erde betrachtet, könnte man meinen, dass das Ende so "nahe" ist, dass es durchaus in den nächsten 5 oder 10 Jahren geschehen könnte. Viele Propheten treten heute genau mit diesen Voraussagen auf. Millionen Menschen auf der Erde glauben diesen Irrlehren. Es gibt zahlreiche Gruppierungen, die "Beweise" für ein Ende der Zeiten im Jahr 2012 begeistern und eifrig Katastrophenmeldungen aus aller Welt sammeln. Sind nicht gerade unsere Wissenschaftler dabei, sich an den "Baum des Lebens" zu machen, wird es daher nicht Zeit, dass der Schöpfer einschreitet und die Tage "verkürzt" (Mt 24,22; Mk 13,20)?

Lieber Wolfgang. Ich habe noch eine ganz wichtige Frage an Dich. Mag sein, dass Du dazu schon geschrieben hast. Dann fehlt mir die Information dazu dennoch. Wie siehst denn Du die Zukunft? Glaubst Du noch an eine "Neue Erde", in der Jesus Christus auf dem Thron mit seinem Vater in Frieden herrschen wird? Könntest Du Dir nicht vorstellen, dass ein 1.000 jähriges Reich die Chance bietet, die verseuchte Erde zu regenerieren und wieder zu einem Paradies werden zu lassen, so wie der Garten Eden? Da, wo heute aus kargen Landschaften die letzten Ölreserven gepumpt werden, war einmal fruchtbares Land. Sicherlich könnte Gott, wenn er wollte, das mit einem Wort allein wieder herstellen. Doch ich vertraue seinem Wort, und das sagt mir, dass dies nicht sein Plan ist. Gott möchte uns Menschen daran beteiligen. Die Erde wird mit den Gerechten wieder aufgebaut, die Nationen werden geheilt, die Natur wieder hergestellt, in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt, wie von Anfang an alles gut und vollkommen war (Gen 1).

Off 22,1-5 Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall,
der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes;
mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens,
die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht,
und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein.
Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein,
und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen,
und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
Und es wird keine Nacht mehr sein,
und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne;
denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Wenn aber all dies bereits erfüllt sein soll, welche Verheißung bleibt uns denn noch?

Liebe Grüße
Reinhard
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon bayernfee am Fr 22. Aug 2008, 12:26

Hallo. Bevor ich auf das Ende eingehe, die Schlussfrage: Jesus ist die Verheissung. Gruss Sophie
Gib dem Kaiser und dem gehoert das Schwert. Jesus ist fuer Gruppenwanderer. Jesus ist auferstanden Jesus bietet an dies auch zu tun und ihm nachzufolgen und das ist freiwillig. Das ist ein Wunder für den, der es will.
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Frage an Sophie...

Beitragvon enzi am Fr 22. Aug 2008, 13:29

Hallo Sophie,

bevor ich auf das "eingehe", was Du in Deinem letzten Beitrag schreibst, möchte ich Dich nochmals bitten, auf meine Fragen zu antworten, die ich nun bereits mehrfach an Dich gestellt habe. Scheinbar ignonierst Du auch vollkommen meine Bitte, im Forum, das Du mittlerweile seit über einem Jahr sehr gut kennst, PERSÖNLICH die anzusprechen, auf die Du dich mit Deinem Beitrag beziehst. Eine ANREDE mit Namen halte ich für angemessener und höflicher als ein unpersönliches "hallo", womit sich jeder oder niemand angesprochen fühlt.

(Nebenbei bemerkt, erkenne ich die Information in Deinem Beitrag nicht. Ist Deine Aussage "Jesus ist die Verheissung" nun eine Frage, oder eine Behauptung? Wenn es eine Behauptung ist, fehlt mir die Begründung, auf die ich dann eingehen könnte. Oder geht es Dir wieder nur um das "Eingehen auf das Ende" im Thread?)

Gruß Reinhard
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon bayernfee am Fr 29. Aug 2008, 10:45

Hallo Jesus ist die Verheissung weil das zb Lukas in Ag 15,16 sagt. Dazu gibt es noch viel andere Stellen in der Bibel Gruss Sophie
Gib dem Kaiser und dem gehoert das Schwert. Jesus ist fuer Gruppenwanderer. Jesus ist auferstanden Jesus bietet an dies auch zu tun und ihm nachzufolgen und das ist freiwillig. Das ist ein Wunder für den, der es will.
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon Micksman am Di 14. Jul 2009, 13:27

Hallo,
ich möchte hier mal anhand der Bibelprophetie die Vermutung untermauern, dass die Drangsal vor Christi Wiederkunft relativ kurz bevorsteht:


2. Thimotheus 3


Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. 2Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, 3lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, 4Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott;


Das alles haben wir heute. Es mag zwar so mancher einwenden, dass das immer schon so war. Aber es war weniger schlimm, weil es erst heute salonfähig ist. Früher mussten Leute im relativ Geheimen so handeln. Heute gilt es als klug und cool so zu handeln.

5dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!


6Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden,

Heutzutage ist es doch so, wenn Mann die Chance hat eine Frau flachzulegen und tut es nicht, dann gilt man als Loser, wahrscheinlich schwul, auch wenn diese Frau gebunden ist. Denn was manche noch aufhält ist, wenn es sich um eine Frau eines Freundes handelt, wenn es aber ein NÄCHSTER ist, den man eigentlich nicht kennt, dann ist er egal.

7die immerzu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.


2 Worte: „Lebenslanges Lernen.“

8Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese [Leute] der Wahrheit; es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben.


Jannes und Jambres habe ich nicht in der Bibel gefunden. Gibt es sie in den nicht inspirierten Apokryphen?

9Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.


Aber erst nach Jesu Wiederkunft wird sie offenbar werden.



Matthäus 24


4Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt! 5Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.


http://gott-ist-meine-kraft.info/
http://www.jesusoffenbarungen.ch
Bei diesen Links geht es hauptsächlich um gechannelte Botschaften, deren Urheber sich jeweils als Jesus Christus ausgibt.

http://www.youtube.com/watch?v=6z7O7UZx ... annel_page
Dieser Link ist da doch etwas moderner und sehr grotesk. Darauf wird dann ja auch niemand reinfallen. Hoffentlich.

Und dann gibt es gechannelte sogenannte Avatare, die sich als Jesus Christus ausgeben. Hauptsächlich unter den Namen Sananda und Maitreya.

Ziemlich okkultistische Vorgänge sind das, auch die Aussagen dieser "Dinger", die da zu den Leuten sprechen. Aber wir wissen aus beiden Teilen der Bibel, was Gott von Okkultismus hält.



6Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt acht, erschreckt nicht; denn dies alles muß geschehen; aber es ist noch nicht das Ende. 7Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.


Irak und Afghanistan Krieg. Oder auch Kriegsgerüchte. Ganz sicher sind zur Zeit Korea und Iran Kriegsgerüchte. Und wir sollen darüber nicht erschrecken, schrieb Matthäus. Das heißt weniger von den Medien fernsteuern lassen und mehr auf Gott vertrauen.
Hungersnöte sind genau jetzt stark im Kommen, weil durch die Wirtschaftskrise so wenig gespendet wird. Erdbeben gibt es überall und die Wissenschaftler haben alle Hände voll zu tun uns weiszumachen, dass das nie anders war.
Seuchen ... Schweinegrippe / Vogelgrippe und was immer da noch kommt.


8Dies alles ist der Anfang der Wehen.
9Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehaßt sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen. 10Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen. 11Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. 12Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten. 13Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. 14Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt. verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.


Diese Verse sind jetzt tatsächlich schon in der Drangsal. Ich vermute auch, dass nicht vor, sondern erst in der Drangsal die letzten Winkel der Erde erreicht werden. siehe Vers 14.

Grüße!
Micksman
 
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon lopileppe am Mi 15. Jul 2009, 11:26

Hallo "Micksman",

auch wenn ich gleich mit der sprichwörtlichen "Tür" ins Haus falle, erst mal willkommen im BC - Forum. Nun wär es doch ganz nett, uns auch deinen Namen zu verraten. Ein "Nickname" allein klingt etwas fade, und so ganz ohne persönliche Unterschrift --- ich finde es nur fair , wie es hier üblich ist zumindest beim Abschluß deiner künftigen Beiträge deinen Vornamen mit zu nennen.

LG Dani
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Denn mächtig über uns ist seine Gnade! Die Treue des HERRN währt ewig! Hallelujah!
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon reinwiel am Mi 19. Aug 2009, 21:13

Hallo

Die Auskunft, dass Jesus zurückkehren wird, bereitet oft Angst und Schrecken. Aber sie ist in Wirklichkeit eine metaphysische Auskunft. Sie darf für jeden ihre spezielle Bedeutung haben, denn der christliche Glaube hat zwei sich ergänzende Seiten:

Nämlich das Praktische: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ oder auch: „Was auch immer ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen ebenso, und was ihr nicht wollt, dass sie euch tun, das tut ihr ihnen nicht.“
Hier gibt Jesus Christus höchst einprägsame Richtlinien, die das Leben im Alltag angehen und das Sein der Menschen untereinander einfach problemlos gestalten würden und gerade deswegen auch zum Himmelreich führen.

Die zweite Seite der christlichen Religion betont geistige Prinzipien. Diese heben die Grundzüge geistiger Seiszusammenhänge hervor oder wollen beschreiben, was kommt. Es ist nun aber so, dass rein Geistiges wesentlich vom Irdischen abweicht. Gesetze der Materie, irdische Bedingungen und Ordnungen wie irdische Werte und Logik gelten dann nur bedingt.
Beispiel: Zeit ist irdisch – Ewigkeit ist geistig. Ewigkeit umspült die Zeit, ist höher als Zeit. Im Ewigkeitsbereich ist Kommendes schon da, in der Zeit noch lange nicht.

Ewigkeit ist als Ausdruck ein Bild und eine Umschreibung für ein geistiges Etwas, zu dem wir kaum Zutritt haben, von dem wir uns aber eine annähernde Vorstellung bilden sollen. Geistiges kleidet sich deshalb fast immer in Bilder, in Gleichnisse, Angaben und Ausdrücke, die im Hintergrund direkt unsere Seele berühren und zugleich die Güte des Geheimen, Versteckten zu uns herantragen wollen. Das Äußere aller eindringlichen Aussagen wird auf diese Art regelmäßig einem inneren „wahren“ Gehalt entsprechen.

Und hier in diesem ganzen Bereich gibt es keine Richtschnur, die eindeutig festlegt, so und nicht anders ist das und das der Bibel zu verstehen. Jeder kann und soll seine besondere Auffassung ausformen und zu seiner besonderen Einsicht und Hoffnung kommen. Hauptsache der Einzelne denkt und vertieft sich. Seine Auffassung wird das Besondere seiner Seele ausmachen und seiner individuellen Eigenständigkeit ihren Reiz geben. Gott will als Kinder seiner Selbst keinen Einheitstopf als „Ebenbilder.“

Darum sage ich nicht, dass man die Aussage „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“ nur auf eine einzige „wahre“ Art verstehen darf. Genauso ist es mit der Aussage: "Jesus wird zurückkehren." Es gibt das katholische Generalverständnis, das orthodoxe, das evangelische. Zu welchem besonderen Verständnis der einzelne Katholik kommt oder noch nicht kommt, das gibt immer Gesprächsstoff mit Gleichgesinnten oder auch mit nicht übereinstimmenden Menschen - wie ich es oft bin.
LG - reinwiel
Liebe Grüße und Gottes Segen
Reinhard

Bei Forestle mit "Geistsuche ist Gottessuche" viel erlangen.
reinwiel
 
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Re: "Ende der Zeiten" / "Endzeit" ... wann ?

Beitragvon bayernfee am Mi 21. Apr 2010, 06:44

Die Auskunft, dass Jesus zurückkehren wird, bereitet oft Angst und Schrecken

Guten Morgen. Klar, weil das heisst Fernseher abschalten. Gruss Sophie
Gib dem Kaiser und dem gehoert das Schwert. Jesus ist fuer Gruppenwanderer. Jesus ist auferstanden Jesus bietet an dies auch zu tun und ihm nachzufolgen und das ist freiwillig. Das ist ein Wunder für den, der es will.
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