Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Austausch zu Fragen bzgl. Leben und Wirken Jesu Christi

Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Lydie » 23. Juli 2013, 21:06

Folgende Bibelstellen werfen für mich die o.g. Frage auf: 1. Pt. 3,18-20

Denn: Auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten,
der Gerechte für die Ungerechten,
damit er euch zu Gott führte,
und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs,
als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen,
gerettet wurden durch das Wasser hindurch.
Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet.
Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen,
sondern wir bitten Gott um ein reines Gewissen,
durch die Auferstehung Jesu Christi,
welcher ist zur Rechten Gottes, aufgefahren in den Himmel,
und sind ihm untertan die Engel und die Gewaltigen und die Mächte.



Welche Geister sind gemeint, welches Gefängnis? War er vor seiner Auferstehung aktiv?
Lydie
 
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon BC Editor » 24. Juli 2013, 09:36

Hallo
Lydie hat geschrieben:Folgende Bibelstellen werfen für mich die o.g. Frage auf: 1. Pt. 3,18-20
Denn: Auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten,
der Gerechte für die Ungerechten,
damit er euch zu Gott führte,
und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
....

Welche Geister sind gemeint, welches Gefängnis? War er vor seiner Auferstehung aktiv?

ich würde zunächst feststellen, dass der betreffende Vers selbst bereits aussagt, dass der Teil "in ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis" auf das "lebendig gemacht nach dem Geist" folgt. Jesus wurde "lebendig gemacht nach dem Geist" bei seiner Auferweckung/der Auferstehung von den Toten, so dass klar ist, dass sich dies erst nach der Auferstehung Jesu ereignet haben kann.

Weiterhin, verschiedene Schriftstellen, in welchen über das Totenreich bzw den Zustand der Toten berichtet wird, zeigen zudem auf, dass es im Totenreich keine Aktivitäten der Toten gibt ... und sobald die Toten "lebendig gemacht" sind, sind sie nicht mehr länger im "Totenreich". Das weist ebenfalls darauf hin, dass Jesus nicht im Totenreich gepredigt haben kann.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Wahrheitsliebend » 31. Oktober 2013, 17:26

BC Editor hat geschrieben:Hallo
Lydie hat geschrieben:Folgende Bibelstellen werfen für mich die o.g. Frage auf: 1. Pt. 3,18-20
Denn: Auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten,
der Gerechte für die Ungerechten,
damit er euch zu Gott führte,
und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
....

Welche Geister sind gemeint, welches Gefängnis? War er vor seiner Auferstehung aktiv?

ich würde zunächst feststellen, dass der betreffende Vers selbst bereits aussagt, dass der Teil "in ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis" auf das "lebendig gemacht nach dem Geist" folgt. Jesus wurde "lebendig gemacht nach dem Geist" bei seiner Auferweckung/der Auferstehung von den Toten, so dass klar ist, dass sich dies erst nach der Auferstehung Jesu ereignet haben kann.

Weiterhin, verschiedene Schriftstellen, in welchen über das Totenreich bzw den Zustand der Toten berichtet wird, zeigen zudem auf, dass es im Totenreich keine Aktivitäten der Toten gibt ... und sobald die Toten "lebendig gemacht" sind, sind sie nicht mehr länger im "Totenreich". Das weist ebenfalls darauf hin, dass Jesus nicht im Totenreich gepredigt haben kann.




Wie willst du das denn wissen?

Als der Herr Jesus am Kreuz für uns Menschen starb,
war ER ja drei Tage tot. In dieser Zeit war Er im Totenreich und predigte den "Geistern" im Gefängnis.
Diese Geister um die es hier geht, sind jene Menschen gewesen zu Noahs Zeiten. Die konnten ja sich nicht bekehren, da es ja vor dem Kommen des Herrn auf dieser Erde war. Sie waren diese lange Zeit in der Totenwelt. Und der Herr hat diese, seine "Todeszeit" genutzt, um auch denen (in seiner Souveränität) eine Möglichkeit zu schenken, sich durch seiner "Gegenwart und Predigt" für ihn zu entscheiden. Von sich selbst aus konnten sie es freilich nicht.

Ich weiss, das dies nicht biblisch so dagelegt wird und man den Eindruck erweckt bekommt, das dies nicht Möglich wäre. Weil es ja heisst: Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,...
Trotzdem gehe ich stark davon aus, das es sich so verhält. Petrus muss einiges darüber gewusst haben, sonst hätte er sicher nicht so etwas Niedergeschrieben.

Ausserdem:
Gott ist ein Gott der alles fertig bringen kann. Er braucht nicht andere um Erlaubnis zu fragen, ob dies zum Sachverhalt beiträgt oder nicht. Wenn es sein Wille ist, kann er auch "Ausser der Form" etwas tun.


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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Shoshanyah » 12. April 2014, 18:00

Liebe Geschwister

Einige kamen in letzter Zeit mit denselben Fragen zu mir und ich sehe mich gedrungen dies hier ins Forum zu stellen, und da obiges Thema auch irgendwie passt poste ich hier.
Angefangen mit diesem Abschnitt aus 1. Petr.
Denn: Auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten,
der Gerechte für die Ungerechten,
damit er euch zu Gott führte,
und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs,


Grundsätzlich fragten mich die Leute wie es denn jetzt aussehe nachdem (nach präteristischer Sicht) der Satan gerichtet und in den Feuersee geworfen wurde, wie kommt es dazu das er immer noch wütet auf dieser Erde? Steht das Endgericht über ihn immer noch aus?

Nun ich verbinde die Hölle mit Satan. ich glaube es gab diese Stätten wo die Toten aufbewahrt wurden bis zum Tag X, entweder zur Auferstehung oder zum ewigen Tod. Was den Vers oben anbelangt so denke ich betrifft dies die gefallenen Engel zur Zeit Noahs welche ja mit den Töchtern der Menschen verkehrten und laut Henoch Schriften ihr Urteil erst am jüngsten Tag empfingen.
16 Und er ward zornig auf sie und band sie bis
zur Zeit, dass ihre Sünde abgetan sein wird im Jahre des Geheimnisses.«
Cap. 19. Und Uriel sprach zu mir: »Hier werden die Engel stehen,
nachdem sie sich mit den Weibern vermischt haben — und ihre Geister, 15
vielerlei Gestalt annehmend, haben die Menschen geschändet und werden
sie verführen, den Dämonen als Göttern zu opfern — bis auf den Tag
des großen Gerichts, an dem sie werden gerichtet werden, so dass es
mit ihnen zu Ende sein wird.


Es sieht ganz danach aus als wäre dieser Planet der einzige Ort für Satan und die gefallenen Engel wo sie noch hausen können, die himmlischen Sphären sind ihnen ja auf ewig versperrt.
Das sie nicht mehr existieren glaube ich nicht da es in Offb.20 heisst:
10 Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
und;
14 Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen.
D.h. jetzt doch das die obengenannten Orte wo sich auch die Abteilung Hölle befand nicht mehr existieren, wohl aber ist da der Feuersee, welcher die irdisch geistige Sphäre sein könnte. Sie kommen nie mehr los.

So ungefähr stelle ich mir das vor, es ist schwierig für mich dies verständlich in Worte zu fassen aber ich hoffe ihr könnt es verstehen.

Wäre schön auch eure Gedanken zu erfahren!
Herzlich Shalom
Shoshanyah
 
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Markus » 14. April 2014, 15:52

Liebe Susanna!

Nach meinem Verständnis ist der Satan bereits in der Qual und zwar obwohl er auf der materiellen Erde nachwie vor wirkt und sein Unwesen treibt. Aber GOTT hat dafür gesorgt, dass ER niemals mehr auf diejenigen Einfluss haben kann die ihr Bürgertum wirklich im Himmel haben. GOTT hat den Satan ausserhalb der himmlischen Sphären gesetzt und er weiss, dass er ohne Wiederkehr verloren ist. Wenn der als letzter Feind unwirksam gemacht worden ist, dann ist logischer Weise auch der Satan als Feind unwirksam gemacht worden. Oder man müsste annehmen, dass die Ankunft und die Auferweckung und die Enrückung der Gemeinde noch nicht erfolgt sind, was aber wiederum der Naherwartung, welche im NT bezeugt wird und die sich erfüllt haben muss, widersprechen würde.

Herzliche Grüße Markus
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon BC Editor » 15. April 2014, 13:16

Hallo Susanna
Shoshanyah hat geschrieben:Grundsätzlich fragten mich die Leute wie es denn jetzt aussehe nachdem (nach präteristischer Sicht) der Satan gerichtet und in den Feuersee geworfen wurde, wie kommt es dazu das er immer noch wütet auf dieser Erde? Steht das Endgericht über ihn immer noch aus?

der Schlüssel zu einem besseren Verständnis dieser Thematik liegt nach meinem Dafürhalten darin, dass man ein korrektes Verständnis der Begriffe "Satan", "Teufel" erlangt.

Ich würde sagen, dass diese Begriffe leider im Laufe der Jahrhunderte und aufgrund gewisser theologischer bzw. kirchlicher Dogmen fast nur noch als quasi "Eigennamen" oder feststehende "Umschreibung" für ein oberstes Geistwesen, das man sich als ein gefallenes Engelwesen vorstellt, benutzt werden. Allerdings ist dies nicht zwingend das Verständnis, welches sich aus den biblischen Aussagen ergibt, in denen diese Begriffe benutzt werden. Vielmehr ergibt sich, dass die Begriffe in den biblischen Zusammenhängen nicht als "Eigenname" für einen derartigen "obersten bösen Geist / Anti-Gott" benutzt werden, sondern als Begriffe mit ihrem ursprünglichen wörtlichen Sinn "Verführer" bzw. "Widersacher". Sie bezeichnen also einen "Widersacher" oder einen "Verführer", wobei das eben nicht ein "gefallener Engel" mit Namen Luzifer ist, sondern ein Mensch, der sich als Widersacher und Verführer betätigt.

Von daher ergibt sich dann auch ein gänzlich anderes Szenario, wenn es um Stellen wie die in Offb geht, denn diese handeln nicht davon, dass ein gefallener Engel in einen Feuersee geworfen wurde oder noch immer auf Erden "herumfliegt" und für böse Taten von Menschen verantwortlich sein soll ... bezieht man Wahrheiten wie die in Jak 1,14-15 in seine Überlegungen einbezieht, wird deutlich, dass weder Gott uns zum Bösen versucht noch ein Teufel/Satan "Gegengott", sondern wir selbst sind diesbzgl. unser eigentlicher "Versucher/Widersacher" bzw "Satan/Teufel".
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Shoshanyah » 17. April 2014, 20:28

Ich würde sagen, dass diese Begriffe leider im Laufe der Jahrhunderte und aufgrund gewisser theologischer bzw. kirchlicher Dogmen fast nur noch als quasi "Eigennamen" oder feststehende "Umschreibung" für ein oberstes Geistwesen, das man sich als ein gefallenes Engelwesen vorstellt, benutzt werden..


Ja lieber Wolfgang genau so ist es! Natürlich gabs mal die Geschichte mit den gefallenen Engeln und ihrem Anführer doch der wurde Azazel genannt.
Ich habe auch die Lektüre der Christadelphianer gelesen, http://www.christadelphian.de/Der_grosse_Widersacher_und_seine_Ueberwindung.pdf
und es sehr einleuchtend empfunden.

Von daher ergibt sich dann auch ein gänzlich anderes Szenario, wenn es um Stellen wie die in Offb geht, denn diese handeln nicht davon, dass ein gefallener Engel in einen Feuersee geworfen wurde oder noch immer auf Erden "herumfliegt" und für böse Taten von Menschen verantwortlich sein soll ... bezieht man Wahrheiten wie die in Jak 1,14-15 in seine Überlegungen einbezieht, wird deutlich, dass weder Gott uns zum Bösen versucht noch ein Teufel/Satan "Gegengott", sondern wir selbst sind diesbzgl. unser eigentlicher "Versucher/Widersacher" bzw "Satan/Teufel".

Hihi, da muss ich dir auch recht geben. Auch ich gehörte mal zu den Gläubigen die immer alles was nicht gut war einfach dem Teufel zuschoben, in dem Glauben eben das dieser noch herumfliegt :-D
Man macht es sich damit schon einfach, nicht wahr? Ist doch so praktisch dieser Sündenbock den man für seine eigenen Verfehlungen verantwortlich machen kann. Aber so funktioniert das eben nicht. Solange wir nicht erkennen das wir es sind die Sünde tun, solange können wir auch nicht zur Busse bereit sein, meistens auch erkennbar durch einen gewissen Stolz, selbst wenns nur "das Christ sein" betrifft.
Apropos Stolz, da gibt es etliche Christen wie Juden und anders Gläubige, es zeigt das die Religionszugehörigkeit dieser Art absolut weltlich ist.

Aber nochmal zum Titel "hat Jesus im Totenreich gepredigt"; also wenn man die Welt (Menschheit) anschaut, damals sicherlich genauso gefallen wie heute, so sind das bereits Tote die da leben, weil sie das wahre Leben nicht erkannt oder verworfen haben. Somit könnte das Totenreich wirklich diese Welt gemeint sein. Aber andernseits steht da ja auch das es die Geister waren die z.Z. Noahs gefallen und gebunden wurden. Und im Buch des Henoch wird das auch ausführlich beschrieben.

Nun ich denke wie schon erwähnt, das Totenreich war ein Aufenthaltsort der Gestorbenen bis zum jüngsten Tag, aber seither existiert dieses Reich nicht mehr.
Das Böse im Menschen ist auf Erden geblieben und die Menschen welche nicht Busse tun und Vergebung erlangen sind schon gerichtet.
Ich denke nicht das die Menschheit irgendwann mal besser oder schlechter war, der einzige Unterschied heute ist die Zerstörung der Natur, das war vor der Erfindung der Technologien nicht so. Schau diese Plastikwelt an! Wie lange geht es wohl noch, bis die Erde total verseucht und unbewohnbar ist?
Ja doch es macht mich schon elend traurig wie man das Wunderwerk unseres Schöpfers mit Füssen tritt!

Aber nun möge YaHuWaH uns gnädig sein und noch vielen Menschen die Herzen öffnen.
Liebe Segensgrüsse
Susanna
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Stefan » 3. Dezember 2015, 20:43

Bei diesen Geistern geht es um Engel, die sich der Rebellion Satans angeschlossen haben. Sie werden auch Dämonen genannt. Bitte lies auch hierzu das von Petrus genannte Ereignis. Hier der Text, auf den sich Petrus bezog: 1. Mose 6, 1 Nun geschah es, als die Menschen auf der Oberfläche des Erdbodens zahlreich zu werden anfingen und ihnen Töchter geboren wurden, 2 daß dann die Söhne (Engel) des [wahren] Gottes die Töchter der Menschen zu beachten begannen [und gewahrten], daß sie gut aussahen; und sie nahmen sich dann Frauen, nämlich alle, die sie erwählten.
Was taten sie, als die Sintflut kam? Sie legten ihre Fleischesleiber ab und wollten wieder zu ihrer ursprünglichen Stellung zurüch, was ihnen allerdings verwehrt wurde.
Auch wenn die Frage schon länger als ein Jahr zurück liegt, denke ich, dass sie immer noch aktuell ist.
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Ulmabe » 4. Juni 2016, 14:40

Hallo,

ich habe zu der Stelle nun auch Fragen, da ich kein Griechisch kann und nicht weiß, ob meine Gedanken richtig ist. Im Deutschen lese ich nämlich eigentlich folgende Aussage:

1. Petrus 3,18-19
18 Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
19 In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt,


In diesem: Dem Geist
ist er: Gott

Also würde es heißen: Denn es hat auch Christus einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In diesem Geist ist Gott auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt,...

Ist das vom griechischen her möglich? Oder muss sich "in diesem" auf "Christus" beziehen?
Wenn "in diesem" sich auf den Geist beziehen kann... muss dann "er" sich auf Christus beziehen, oder kann es sich nicht auch auf Gott beziehen?


BC Editor hat geschrieben:der Schlüssel zu einem besseren Verständnis dieser Thematik liegt nach meinem Dafürhalten darin, dass man ein korrektes Verständnis der Begriffe "Satan", "Teufel" erlangt.

Ich würde sagen, dass diese Begriffe leider im Laufe der Jahrhunderte und aufgrund gewisser theologischer bzw. kirchlicher Dogmen fast nur noch als quasi "Eigennamen" oder feststehende "Umschreibung" für ein oberstes Geistwesen, das man sich als ein gefallenes Engelwesen vorstellt, benutzt werden. Allerdings ist dies nicht zwingend das Verständnis, welches sich aus den biblischen Aussagen ergibt, in denen diese Begriffe benutzt werden. Vielmehr ergibt sich, dass die Begriffe in den biblischen Zusammenhängen nicht als "Eigenname" für einen derartigen "obersten bösen Geist / Anti-Gott" benutzt werden, sondern als Begriffe mit ihrem ursprünglichen wörtlichen Sinn "Verführer" bzw. "Widersacher". Sie bezeichnen also einen "Widersacher" oder einen "Verführer", wobei das eben nicht ein "gefallener Engel" mit Namen Luzifer ist, sondern ein Mensch, der sich als Widersacher und Verführer betätigt.



1. Mose 3,1.14-15
1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?
14 Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens!
15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.


Wenn Satan in Wahrheit ein menschlicher Widersacher ist, welcher Mensch war dann die Schlange auf der perfekten Erde, die Eva verführt hat?
Wenn es keinen Satan gibt, welcher Mensch hat die Schlange als Bauchrednerpuppe benutzt? Und warum wurde die Schlange dafür bestraft, dass sie von einem Menschen als Sprachrohr mißbraucht worden ist, statt dass Gott dieses Kind von Adam und Eva (oder hat Gott ohne es niederschreiben zu lassen noch einen dritten Menschen erschaffen?) für sein Verführen bestraft?
Wenn es ein Mensch war, warum setzt Gott dann Feindschaft zwischen der Frau und dem Menschen? Oder soll der Mensch ein Mann sein? Also Feindschaft zwischen Mann und Frau bis zu der Zeit, wenn Jesus den Mann zermalmt, der widerum Jesus zermalmt? Oder nur Feindschaft zwischen Maria (DER Frau und ihrem Samen) und einem Menschen, der von dem dritten Menschen im Paradies abstammt?
Oder war es eine biologische Schlange, der Gott das Geschenk der Sprache gemacht hat? Und irgendeine Schlange Jahrtausende später hat Jesus bedroht und er tötete sie, als sie ihn gestochen hat mit ihren Zähnen? Warum wird das dann aber gar nicht im NT erwähnt, wenn es doch so wichtig ist, dass es im 1.Mose erzählt wird? Also eine Geschichte mit einer bissigen Schlange und deren Ende?

Nun muss ich hier zugute halten, dass kein Wort von Satan geschrieben ist, immer nur von Schlange. Wer/was diese Schlange ist, erahnt man nur durch die Offb.

Wie ist es mit dem Satan in Hiob 1,6ff? Da ist von den Söhnen Gottes und Satan die Rede, die vor Gott treten. Wäre ein Mensch vor Gott hingetreten, so hätte dieser Mensch sicherlich nicht die Macht gehabt alles von Hiob zu vernichten einschließlich dessen Gesundheit. Und wenn doch, dann hätte Hiob gewusst, wer ihm da schadet und ein jeder seiner Freunde hätte ihm gegen diesen bösartigen Menschen geholfen.


Mk 1,12-13
12 Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus.
13 Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war unter den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.


Lk 4,3-13
3 Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.
4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: "Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben."
5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises.
6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.
7 Wenn du nun vor mir anbeten willst, soll das alles dein sein.
8 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen."
9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab;
10 denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, dass sie dich bewahren;
11 und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt."
12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."
13 Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm.


War es auch nur ein Mensch, der Jesus in der Wüste verführt hat und Jesus alles schenken wollte, wenn Jesus ihn anbetet - obwohl der Mensch genauso wie Jesus wusste, dass er Jesus nichts schenken kann, weil er als Mensch ja nichts besitzt? Oder war es der römische Kaiser, der in die Wüste zu Jesus kam und ihn versuchte (was ich mir nun wirklich nicht vorstellen kann)? Und später kam er dann wieder, da er nur für eine Zeit wich?

Vor Jesu Kreuzigung war Satan auf der Erde und teilte freimütig mit, dass ihm die Reiche des Erdkreises übergeben worden sind.
Dann kam die Offenbarung und erfüllte sich. Satan wurde in den Abgrund (=Gefängnis?) geworfen und ist für lange Zeit gebunden.

Offb 20,7.10.13-15
7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden
10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.
13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.
15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.


Ist mit dem Gefängnis vielleicht dasselbe Gefängnis aus 1. Petrus gemeint?

Da Tote keinen Geist haben, konnten sie ja nicht durch Predigt erreicht werden. Die Söhne Gottes aber schon, die Gefallen an den Töchtern der Menschen gefunden hatten. Es heißt ja nicht, dass diese Engel böse Engel waren. Und vielleicht haben sie durch Jesu Tod nun die Predigt empfangen sich neu zu orientieren? Denn die Engel haben ja einen Geist.
Können Engel eigentlich sterben? Steht darüber etwas in der Bibel? Oder müssen sie tatsächlich darauf warten, dass das endgültige Gericht kommt, ehe sie sterben so wie die Menschen ja auch auf das ewige Gericht für ihren zweiten Tod warten müssen?

Ich denke schon, dass es ein Gefängnis gibt für Geister, wo auch Satan zur Zeit eingesperrt ist.
Vor dieser Einkerkerung war Satan auf der Erde beheimatet. Als persönlicher Satan - und nicht als allgemeiner menschlicher Verführer. Als tatsächlicher Widersacher Gottes, der mit Hilfe der Schlange seine Verführung von Eva wirksam umsetzte. Dem die Macht durch Jesus genommen wurde mit der Auferstehung - und der bei der Zerstörung des Tempels und Jerusalems in den Abgrund geworfen wurde.

Wenn die 1000 Jahre (die sehr lange Zeit) herum ist, dann kommt Satan aus dem Gefängnis frei, wütet kurze Zeit und kommt dann in den Feuersee, gemeinsam mit dem Tod und dem Hades, erst dann gibt es wirklich keinen Tod mehr - also auch keine Umweltverschmutzung mehr. Bis dahin kommen gestorbene Menschen in den Hades und Geister ins Gefängnis von dem Petrus geschrieben hat, auch wenn ich nicht weiß, wer/was diese Geister sind.

Ist das biblisch stimmig erkannt, oder liege ich falsch?
Viele Grüße
Ulrike
Ulmabe
 
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Re: Hat Jesus im Totenreich gepredigt?

Beitragvon Stefan » 30. Juni 2016, 22:22

Ulmabe hat geschrieben:Hallo,

ich habe zu der Stelle nun auch Fragen, da ich kein Griechisch kann und nicht weiß, ob meine Gedanken richtig ist. Im Deutschen lese ich nämlich eigentlich folgende Aussage:

1. Petrus 3,18-19
18 Denn es hat auch Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
19 In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt,


In diesem: Dem Geist
ist er: Gott

Also würde es heißen: Denn es hat auch Christus einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe, zwar getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. In diesem Geist ist Gott auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt,...

Ist das vom griechischen her möglich? Oder muss sich "in diesem" auf "Christus" beziehen?
Wenn "in diesem" sich auf den Geist beziehen kann... muss dann "er" sich auf Christus beziehen, oder kann es sich nicht auch auf Gott beziehen?


BC Editor hat geschrieben:der Schlüssel zu einem besseren Verständnis dieser Thematik liegt nach meinem Dafürhalten darin, dass man ein korrektes Verständnis der Begriffe "Satan", "Teufel" erlangt.

Ich würde sagen, dass diese Begriffe leider im Laufe der Jahrhunderte und aufgrund gewisser theologischer bzw. kirchlicher Dogmen fast nur noch als quasi "Eigennamen" oder feststehende "Umschreibung" für ein oberstes Geistwesen, das man sich als ein gefallenes Engelwesen vorstellt, benutzt werden. Allerdings ist dies nicht zwingend das Verständnis, welches sich aus den biblischen Aussagen ergibt, in denen diese Begriffe benutzt werden. Vielmehr ergibt sich, dass die Begriffe in den biblischen Zusammenhängen nicht als "Eigenname" für einen derartigen "obersten bösen Geist / Anti-Gott" benutzt werden, sondern als Begriffe mit ihrem ursprünglichen wörtlichen Sinn "Verführer" bzw. "Widersacher". Sie bezeichnen also einen "Widersacher" oder einen "Verführer", wobei das eben nicht ein "gefallener Engel" mit Namen Luzifer ist, sondern ein Mensch, der sich als Widersacher und Verführer betätigt.



1. Mose 3,1.14-15
1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen?
14 Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens!
15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.


Wenn Satan in Wahrheit ein menschlicher Widersacher ist, welcher Mensch war dann die Schlange auf der perfekten Erde, die Eva verführt hat?
Wenn es keinen Satan gibt, welcher Mensch hat die Schlange als Bauchrednerpuppe benutzt? Und warum wurde die Schlange dafür bestraft, dass sie von einem Menschen als Sprachrohr mißbraucht worden ist, statt dass Gott dieses Kind von Adam und Eva (oder hat Gott ohne es niederschreiben zu lassen noch einen dritten Menschen erschaffen?) für sein Verführen bestraft?
Wenn es ein Mensch war, warum setzt Gott dann Feindschaft zwischen der Frau und dem Menschen? Oder soll der Mensch ein Mann sein? Also Feindschaft zwischen Mann und Frau bis zu der Zeit, wenn Jesus den Mann zermalmt, der widerum Jesus zermalmt? Oder nur Feindschaft zwischen Maria (DER Frau und ihrem Samen) und einem Menschen, der von dem dritten Menschen im Paradies abstammt?
Oder war es eine biologische Schlange, der Gott das Geschenk der Sprache gemacht hat? Und irgendeine Schlange Jahrtausende später hat Jesus bedroht und er tötete sie, als sie ihn gestochen hat mit ihren Zähnen? Warum wird das dann aber gar nicht im NT erwähnt, wenn es doch so wichtig ist, dass es im 1.Mose erzählt wird? Also eine Geschichte mit einer bissigen Schlange und deren Ende?

Nun muss ich hier zugute halten, dass kein Wort von Satan geschrieben ist, immer nur von Schlange. Wer/was diese Schlange ist, erahnt man nur durch die Offb.

Wie ist es mit dem Satan in Hiob 1,6ff? Da ist von den Söhnen Gottes und Satan die Rede, die vor Gott treten. Wäre ein Mensch vor Gott hingetreten, so hätte dieser Mensch sicherlich nicht die Macht gehabt alles von Hiob zu vernichten einschließlich dessen Gesundheit. Und wenn doch, dann hätte Hiob gewusst, wer ihm da schadet und ein jeder seiner Freunde hätte ihm gegen diesen bösartigen Menschen geholfen.


Mk 1,12-13
12 Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus.
13 Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war unter den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.


Lk 4,3-13
3 Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde.
4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: "Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben."
5 Und er führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises.
6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem immer ich will, gebe ich sie.
7 Wenn du nun vor mir anbeten willst, soll das alles dein sein.
8 Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen."
9 Und er führte ihn nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab;
10 denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, dass sie dich bewahren;
11 und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stößt."
12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."
13 Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm.


War es auch nur ein Mensch, der Jesus in der Wüste verführt hat und Jesus alles schenken wollte, wenn Jesus ihn anbetet - obwohl der Mensch genauso wie Jesus wusste, dass er Jesus nichts schenken kann, weil er als Mensch ja nichts besitzt? Oder war es der römische Kaiser, der in die Wüste zu Jesus kam und ihn versuchte (was ich mir nun wirklich nicht vorstellen kann)? Und später kam er dann wieder, da er nur für eine Zeit wich?

Vor Jesu Kreuzigung war Satan auf der Erde und teilte freimütig mit, dass ihm die Reiche des Erdkreises übergeben worden sind.
Dann kam die Offenbarung und erfüllte sich. Satan wurde in den Abgrund (=Gefängnis?) geworfen und ist für lange Zeit gebunden.

Offb 20,7.10.13-15
7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden
10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier als auch der falsche Prophet sind; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit.
13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.
15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.


Ist mit dem Gefängnis vielleicht dasselbe Gefängnis aus 1. Petrus gemeint?

Da Tote keinen Geist haben, konnten sie ja nicht durch Predigt erreicht werden. Die Söhne Gottes aber schon, die Gefallen an den Töchtern der Menschen gefunden hatten. Es heißt ja nicht, dass diese Engel böse Engel waren. Und vielleicht haben sie durch Jesu Tod nun die Predigt empfangen sich neu zu orientieren? Denn die Engel haben ja einen Geist.
Können Engel eigentlich sterben? Steht darüber etwas in der Bibel? Oder müssen sie tatsächlich darauf warten, dass das endgültige Gericht kommt, ehe sie sterben so wie die Menschen ja auch auf das ewige Gericht für ihren zweiten Tod warten müssen?

Ich denke schon, dass es ein Gefängnis gibt für Geister, wo auch Satan zur Zeit eingesperrt ist.
Vor dieser Einkerkerung war Satan auf der Erde beheimatet. Als persönlicher Satan - und nicht als allgemeiner menschlicher Verführer. Als tatsächlicher Widersacher Gottes, der mit Hilfe der Schlange seine Verführung von Eva wirksam umsetzte. Dem die Macht durch Jesus genommen wurde mit der Auferstehung - und der bei der Zerstörung des Tempels und Jerusalems in den Abgrund geworfen wurde.

Wenn die 1000 Jahre (die sehr lange Zeit) herum ist, dann kommt Satan aus dem Gefängnis frei, wütet kurze Zeit und kommt dann in den Feuersee, gemeinsam mit dem Tod und dem Hades, erst dann gibt es wirklich keinen Tod mehr - also auch keine Umweltverschmutzung mehr. Bis dahin kommen gestorbene Menschen in den Hades und Geister ins Gefängnis von dem Petrus geschrieben hat, auch wenn ich nicht weiß, wer/was diese Geister sind.

Ist das biblisch stimmig erkannt, oder liege ich falsch?


WER KOMMT AUS DER HÖLLE Hades) HERAUS?
Einige Bibeln stiften Verwirrung, weil sie die zwei griechischen Wörter géenna und háidēs mit nur einem Wort wiedergeben: „Hölle“. géenna steht allerdings für einen endgültigen Tod ohne Auferstehung, wohingegen alle, die sich im háidēs (Hades) befinden, wieder zum Leben kommen.
Daher konnte der Apostel Petrus nach Jesu Tod und Auferstehung sagen, dass Gott ihn „nicht in der Hölle“ gelassen hat (Apostelgeschichte 2:27, 31, 32; Psalm 16:10, Lutherbibel [1858]). Das hier mit „Hölle“ übersetzte Wort ist háidēs. Jesus befand sich nicht an einem feurigen Ort. Mit Hades oder „Hölle“ ist das Grab gemeint. Ähnlich wie Jesus werden auch noch andere aus dem Hades befreit werden.
Über die Auferstehung heißt es: „Der Tod und die Hölle gaben die Todten, die darinnen waren“ (Offenbarung 20:13, 14, Lutherbibel [1858]). Wenn die „Hölle“ geleert wird, werden alle, die Gott auferwecken möchte, wieder zum Leben kommen (Johannes 5:28, 29; Apostelgeschichte 24:15). Ist das nicht eine wunderbare Aussicht? Jehova, der Gott ewiger Liebe, wird dafür sorgen, dass wir unsere Lieben wiedersehen können.
Die Bibel spricht beim Tod nur von zwei Alternativen — vorübergehende Nichtexistenz oder ewiger Tod. Wer keine Auferstehung verdient, kommt in die „Gehenna“ oder den „Feuersee“ (Matthäus 5:22; Markus 9:47, 48; Offenbarung 20:14). Dazu gehören die ersten Menschen, Adam und Eva, der Verräter Judas Iskariot und Personen, die durch ein göttliches Strafgericht umgekommen sind, wie die Zeitgenossen Noahs oder die Bewohner von Sodom und Gomorra. Alle, die auf eine Auferstehung hoffen dürfen, kommen beim Tod in den Scheol oder Hades — das allgemeine Grab der Menschheit. Das, was sie in Zukunft erwartet, beschreibt die Bibel wie folgt: „Das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als Einzelne gerichtet gemäß ihren Taten“ (Offenbarung 20:13).
Der symbolische Schlaf steht für diejenigen, die eine Auferstehungshoffnung haben. Den zweiten Tod erleiden die, welche ,,keine Hoffnung haben, dass sie jemals wieder leben werden".
Stefan
 
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