Das christliche Bekenntnis

Austausch zu Fragen bzgl. Kirchen u. Konfessionsgemeinschaften

Re: Das christliche Bekenntnis

Beitragvon PeB » 27. März 2018, 08:57

Helmuth hat geschrieben:Verstehst du, worauf ich hinaus will?


Nein. ;)

Helmuth hat geschrieben:Dieses Bekenntnis ist keine theologische Schimäre oder dogmatischer Satz. Punkt eins wäre für mich daher ein klares öffentliches Bekenntnis zu Jesus. Ich bekenne mich zu Gott, dem Vater und seinem Sohn Jesus Christus. Vor aller Zeugen. Das wäre mal mein Bekenntnis.


Das verstehe ich natürlich. Du kannst dich doch jederzeit persönlich bekennen. Ich tue das jetzt mal:
Ich bekenne, dass ich an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde glaube und dass Jesus als unser Erlöser von ihm geschickt wurde, der die Schuld für uns getragen, mit seinem Blut unsere Sünden bezahlt und den Tod besiegt hat.

Aber du hast nach einem allgemeingültigen Bekenntnis gefragt, das alle unterschreiben können. Dafür braucht es eine "Formel" auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Ein gemeinsamer Nenner ist sicherlich das Vaterunser. Aber es gibt natürlich auch andere.
Im Grunde ist das allgemeingültige Glaubensbekenntnis die Gesamtheit der Schrift. Nur etwas mühsam, sie komplett zu rezitieren, um sich eindeutig zu bekennen. ;)
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Re: Das christliche Bekenntnis

Beitragvon Helmuth » 27. März 2018, 14:44

PeB hat geschrieben:Dafür braucht es eine "Formel" auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Genau auf der Suche wäre ich. Mathematisch so was wie das kgV in der Vielfalt und der ggT in der Übereinstimmung, oder die gemeinsame Durchschnittsmenge allerrelevanten Aussagen. Etwas zu dem alle "JA" sagen müssen. Niemand muss an Wunder glauben, aber man muss an Jesus glauben, wer an Gott glaubt.

PeB hat geschrieben:Ein gemeinsamer Nenner ist sicherlich das Vaterunser. Aber es gibt natürlich auch andere.

Das VU ist unggeeignet als Bekenntnis. Hier beten wir, im Bekenntnis bekennen wir. Das Bekenntnis erachte ich als etwas was zwischen Menschen eine gemeinsame Grundlage schafft, sich zu identifizieren, das Gebet ist eine Sache zwischen Gott und Mensch.

PeB hat geschrieben:Im Grunde ist das allgemeingültige Glaubensbekenntnis die Gesamtheit der Schrift. Nur etwas mühsam, sie komplett zu rezitieren, um sich eindeutig zu bekennen. ;)

Genau, also war ich mal auf der Suche nach dem Stichwort "Bekenntnis". Und dann habe ich es eingegrenzt auf das was Gott uns quasi abfordert zu bekennen. Da komme ich auf ca. 4 Schriftstellen (ohen Parallelstellen, es geht um den Kontext):

Mt 10, 32 hat geschrieben:Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Röm 10, 9 hat geschrieben:wenn du mit deinem Munde Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

Hebr 4, 14 hat geschrieben:Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten;

1Jo 4, 15 hat geschrieben:Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott.


Wer immer von mir ein Glaubenbekenntis ceinfordert, dem untebreite ich diese Stellen. Wer dann noch z.B. die Trinitätsformel einfordert, den weise ich das zurück, weil "nicht gefordert" als Bekenntnis. Man kann es glauben, es muss aber nicht bekannt werden. Darum gehts ja in den meisten Glaubenszwisten, Bekenntnissse abzuverlagen, die Gott gar nicht einfordert.
Liebe Grüße
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Re: Das christliche Bekenntnis

Beitragvon PeB » 27. März 2018, 19:12

Helmuth hat geschrieben:
Mt 10, 32 hat geschrieben:Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Röm 10, 9 hat geschrieben:wenn du mit deinem Munde Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst.

Hebr 4, 14 hat geschrieben:Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis festhalten;

1Jo 4, 15 hat geschrieben:Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott.


Viel mehr als diese Stellen habe ich auch nicht gefunden. Ist das nun die Quintessenz? Fast zu einfach - aber einfach schön. :)
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Re: Das christliche Bekenntnis

Beitragvon Helmuth » 27. März 2018, 23:31

PeB hat geschrieben:Viel mehr als diese Stellen habe ich auch nicht gefunden. Ist das nun die Quintessenz? Fast zu einfach - aber einfach schön. :)

Siehst, genau darauf wollte ich hinaus. Genau so ist es aber. Simpel, dennoch wahr. Und du hast das nun erkannt. Und das freut dich, ja und mich auch. Liebe ist denkbar einfach, wenn sie im Herzen ausgegossen ist. :D

Hier zitere ich dazu diesen Jubeltanz den Jesus dazu ausübte:
Lk 10, 21 hat geschrieben:In selbiger Stunde frohlockte Jesus im Geiste und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast, und hast es Unmündigen geoffenbart. Ja, Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir.


Ich bin froh und dankbar wenigstens eine Seele gefunden zu haben, die das genaus so simpel sieht wie ich. Die komplizierten Glaubensbekenntnisse haben nur eins gebracht: Trennung und Spaltung, von Anfang an.
Liebe Grüße
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Re: Das christliche Bekenntnis

Beitragvon PeB » 28. März 2018, 09:43

Helmuth hat geschrieben:Ich bin froh und dankbar wenigstens eine Seele gefunden zu haben, die das genaus so simpel sieht wie ich. Die komplizierten Glaubensbekenntnisse haben nur eins gebracht: Trennung und Spaltung, von Anfang an.


Ja, Jesus hat es uns einfacher gemacht. Das war der Plan.

Denn in einer Sache haben Wolfgang und Al recht: mit Jesus gab es einen Epochenwechsel.
Jedoch nicht erst mit der Zerstörung des Tempels um 70, die nur ein äußeres Merkmal des Epochenwechsels war und seine logische Konsequenz.
Sondern mit dem Tod am Kreuz:
Johannes 19,30 hat geschrieben:Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.


Warum?
Und was ist vollbracht?

Antwort:
Matthäus 5,17 hat geschrieben:Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.


Mit dem Kreuztod des "Menschen der Gerechtigkeit", der sündlos war und alle Gebote und Gesetze gehalten hatte, war das Gesetz erfüllt. Und zwar für uns alle und für alle Zeiten.

Das bedeutet, dass es in der Folge des Kreuztodes Jesu nicht mehr heilsnotwendig ist, alle Gesetze lückenlos zu erfüllen, sondern es ist heilsnotwendig, sich Jesus anzuvertrauen und auf Gott zu vertrauen.
Sündigen sollten wir trotzdem nicht - zur Ehre und Verherrlichung Gottes!
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