Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Austausch zu Fragen bzgl. Kirchen u. Konfessionsgemeinschaften

Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon BC Editor » 16. März 2012, 16:40

Viele Christen sind der Auffassung, dass es notwendig ist, dass sich Christen in einer Kirche, Gruppe oder Konfessionsgemeinschaft organisieren, da nur so wirklich "Gemeinschaft" erreicht werden könnte, die doch in den NT Schriften als eine wichtige Sache dargestellt wird. Christen seien ja keine "Einzelkämpfer" und die biblische Gemeinde Gottes sei auch kein "unorganisierter Haufen".

Sollen - oder müssen - Christen demnach Mitglied in einer Kirche, Gruppe bzw. Konfessionsgemeinschaft sein?
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
(BibelCenter Editor)
BC Editor
Administrator
 
Beiträge: 758
Registriert: 13. März 2012, 10:57

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Evangelina » 2. April 2012, 13:43

Hallo Wolfgang,

Nein, muss man nicht.
Ich darf als Christ meine eigene Art als Christ leben, aber dafür betrachte ich mich nicht merh als Einzelkämpfer.
Ich kann das Christsein in mein altägliches Leben, unterwegs erleben, ich kann auch wann ich Lust hab, eine Gemeinde besuchen
und mit einige davon etwas in der Freizeit zu unternehmen, und die Gemeinsamkeiten geniessen. Das ist für mich der einfachste Weg.
Über die Dreieinigkeit spreche ich mit keinem aus dieser Gemeinde. Es gibt andere Themen was man diskutieren kann
der Leiter hat mir gestattet die Gemeinde zu besuchen auch wenn ich kein Mitglied werden möchte.
Ich war nie Mitglied in einer Gemeinde und möchte auch nicht werden. Und ich fühle mich unabhängig, frei
Jeder kann sein eigenen Weg finden. Ich möchte jeder Mensch akzeptieren unabhängig von was er glaubt und ist.
Für eine ungewöhnliche interessante Disskusion, nehme ich gerne Zeit.

Mir ist es lieber seltener in die Gemeinde zu gehen aber vom Herzen als zu oft wie schulpflichtig. Aus Tradition eine Gemeinde zu besuchen, das gefällt mir nicht und dem Gott auch nicht.

Auch wenn jemand in keiner Gemeinde geht und sich nur mit Freunde oder Familienkreis über das Christsein unterhaltet und lebt, das ist auch sehr gut,
vielleicht noch besser als diejenige die die Gemeinde regelmässig und traditionell besuchen.

In diesem Fall ich finde wichtig dass man sich nicht extrem isoliert, sondern weiter aktiv bleibt aber irgendwie selbständig auch als Mensch auch als Christ ( oder gläubig)
dass man Sport macht, oder ein Verein besucht, ein Museum besucht dass man weiter mit den Leuten zusammen lebt.


Grüsse
Evangelina
Evangelina
 
Beiträge: 20
Registriert: 2. April 2012, 09:00
Wohnort: zu Hause

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon BC Editor » 20. April 2012, 18:39

Hallo
Evangelina hat geschrieben:Nein, muss man nicht.

das sehe ich auch so. Jeder an Jesus als den Christus / Messias Glaubende ist ja Teil der in der Bibel erwähnten "Gemeinde Gottes", des "Leibes Christi" .... Konfessionsgemeinschaften menschlicher Machart kennt die Bibel nicht.
Evangelina hat geschrieben: ... Ich war nie Mitglied in einer Gemeinde und möchte auch nicht werden. Und ich fühle mich unabhängig, frei

In der Tat ... es scheint eine der wichtigsten Dinge bei Konfessionsgemeinschaften zu sein, dass die Mitglieder eben nicht "unabhängig" und auch nicht "recht frei" sind, da Richtlinien und Dogmen der jeweiligen Konfessionsgemeinschaft für die Zugehörigkeit und die Gemeinschaft mit anderen Mitgliedern von großer oder gar entscheidender Bedeutung sind.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
(BibelCenter Editor)
BC Editor
Administrator
 
Beiträge: 758
Registriert: 13. März 2012, 10:57

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Evangelina » 3. Mai 2012, 09:32

Hallo,
Schön dass du so siehst, das tut gut
Ja das ist es, ich war dabei ich habe in dieser Abhängigkeit in der Gemeinden lange gelebt, ich wollte anders als Christ leben und
wusste nicht wo und habe mir die Freiheit eingebildet, unbewusst ( es war nur temporär da)
ich hatte Angst von alleine sein aber mit der Zeit habe ich diese Angst überwinden können und die Freiheit hat sich in mir ein Stückchen vergössert
Ich hab mich in Abhängigkeit mit den anderen Mitglieder der Gemeinde identifiziert, ich weiss jetzt dass ich unabhängig und frei bin und als "ich selbst" leben kann


ich bin nicht zufrieden nur etwas zu sehen oder zu erkennen, sondern das auch zu erleben, mich reinzuschmeisen, zu fühlen und zu geniessen
die Freiheit, die Unabhängigkeit, das Selbst sein, die Natürlichkeit, die einfache pure Glaube an Gott sind mir viel werter als konfessionsgemeinschaft :-)

Grüsse
Evangelina
 
Beiträge: 20
Registriert: 2. April 2012, 09:00
Wohnort: zu Hause

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon BC Editor » 4. Mai 2012, 09:21

Hallo
Evangelina hat geschrieben: ... ich hatte Angst von alleine sein aber mit der Zeit habe ich diese Angst überwinden können und die Freiheit hat sich in mir ein Stückchen vergössert
Ich hab mich in Abhängigkeit mit den anderen Mitglieder der Gemeinde identifiziert, ich weiss jetzt dass ich unabhängig und frei bin und als "ich selbst" leben kann

ich denke, dass die von Dir erwähnte "Angst von alleine sein" das ist, was viele Christen eigentlich in einer Konfessionsgemeinschaft "festhält". Ich kenne Christen persönlich, die das zunächst - und solange alles gut lief - gar nicht so sahen, dann aber, als sich z.B. wegen einer Meinungsverschiedenheit zu einer Lehre Unstimmigkeiten ergaben und sie quasi offen unter Druck gesetzt wurden, sehr wohl diese Angst spürten, weil das dann der Punkt war, der sie fast gegen ihr Gewissen im Hinblick auf die Lehrsache handeln ließ.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
(BibelCenter Editor)
BC Editor
Administrator
 
Beiträge: 758
Registriert: 13. März 2012, 10:57

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Mike_FFM » 9. August 2012, 11:03

Meine Meinung ist...

Es wäre toll wenn keine KG notwendig wäre, da wir alle an den gleichen Jesus Christus glauben, die gleiche Bibel lesen und sie alle genau gleich verstehen, auslegen und leben.

Leider ist das nicht der Fall. Es gibt im Christentum so viele unterscheidliche Auslegungen, z.B. in der Lehre über Himmel und Hölle, wie sie sind und wann sie stattfinden, die Taufe, den Sabbat, die Befreiung vom Gesetz, das Reden in Zungen, etc.

5 Arbeitstage bin ich zusammen mit Leuten, die größtenteils nichts mit Gott und der Bibel zu tun haben wollen und mich für einen Außerirdischen halten :D , da freue ich mich, wenn ich am WE mit Leuten zusammenkomme, die den gleichen Glauben und das gleiche Verständnis der Bibel haben, wie ich.
Dort ehren wir Gott, singen, reden, diskutieren, bezeugen und laden unsere "spirituellen Batterien" neu auf.

Allerdings sehen wir uns nicht als exklusiven Klub und die "Welt" als ausgeschlossene, im Gegenteil, wenn du zu Jesus findest, dann kannst du garnicht anders, als es täglich zu bezeugen, andere zu "nerven" :D und die Gute Nachricht zu verbreiten.

Ich sehe mich wie ein Schaaf, das irgendwann mal verloren ging, von Jesu gefunden und zur Herde zurückgeführt. Jetzt kenne ich den Weg und möchte ihm helfen, den anderen verlorenen Schaafen, den Weg zurück zu zeigen. Ohne jemanden zu zwingen, da es am Ende des Tages doch aus eigenem Willen geschehen muß.
Mike_FFM
 
Beiträge: 2
Registriert: 9. August 2012, 09:59

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Lydie » 21. Juli 2013, 10:41

Ich würde gehöre zu einer Gemeinde gehören, ich finde aber keine, die für mich in Frage kommt. Ich bin aus der evangelischen Kirche ausgetreten, was mir nicht leicht fiel. Ich war ein engagiertes Mitglied, auch als Nichttrinitarierin. Dieses Dogma spielte keine so große Rolle, es wurde auch nicht Jesus, sondern Gott angebetet und der Heilige Geist galt als Energie, quasi als Steckdose, aus der man den göttlichen Strom beziehen kann. Ich bin ausgetreten, als mir die Kniefälle vor dem Islam Unbehagen bereitete. Bischof Huber sagte zwar, der Gott des Islam sei dem christlichen Gott nicht gleichzusetzen. Aber es predigte dann ein Imam in der Gedächtniskirche, in den christlichen Kindergärten gab es interkulturelle Krippenspiele, und noch so einige Beispiele gab es, die mir missfielen. Eine Zusammenarbeit mit dem Islam kann es nicht geben, der Islam selbst spricht als Christusverleugnend dagegen. Und nun stehe ich ziemlich heimatlos da. Was ist nun mit Taufe, Abendmahl, Segen? Alles nicht notwendig?
Lydie
 
Beiträge: 17
Registriert: 18. Juli 2013, 11:48

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Shoshanyah » 11. Januar 2014, 11:32

BC Editor hat geschrieben:Viele Christen sind der Auffassung, dass es notwendig ist, dass sich Christen in einer Kirche, Gruppe oder Konfessionsgemeinschaft organisieren, da nur so wirklich "Gemeinschaft" erreicht werden könnte, die doch in den NT Schriften als eine wichtige Sache dargestellt wird. Christen seien ja keine "Einzelkämpfer" und die biblische Gemeinde Gottes sei auch kein "unorganisierter Haufen".

Sollen - oder müssen - Christen demnach Mitglied in einer Kirche, Gruppe bzw. Konfessionsgemeinschaft sein?

Seit einiger Zeit schon bin ich zur Überzeugung gekommen das die Kirchen und auch Institutionen anderer Religionen nicht die Wahrheit verbreiten.
Nun ist neu die Erkenntnis des Präterismus hinzugekommen, was mich die falschen Lehren noch mehr erkennen lässt. Die Konfessionen stimmen nämlich in einer Lüge alle überein, dass der Tag des Herrn noch aussteht! Mit dieser Lüge erhielten und erhalten sie sich die autoritäre Macht über die Gläubigen, als das Sprachrohr Gottes!
Welch ein Druck da herrscht höre ich bei Christen immer wieder, sie haben Angst vor der Zukunft Angst dass sie nicht bestehen können vor dem grossen Gericht und Angst dass sie das Malzeichen 1. nicht erkennen und 2.vlt. dem nicht widerstehen können aus Angst vor Folter, usw. Die Kirchen suggerieren seit fast 2000 Jahren immer wieder dieselbe Lüge inkl. dem Höllenfeuer als Wahrheit, ködert die Menschen mit Heilsversprechen wenn sie denn schön ordentlich den Gottesdienst besuchen, den Zehnten geben und sie sich u.a. für gute Werke einsetzen in Mission od. Evangelisation etc. und wenn man verfolgt wird ist das zur Ehre Gottes?!(es gibt ja auch solche die das Martyrium richtiggehend predigen)
Natürlich gibt es auch andere Arten wie man die Fische fängt, wie z.B. in charismatischen Kreisen, aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls rate ich jedem Christen sich von solchen Verreinen zu distanzieren und sie nicht zu unterstützen. So jemand ehrlichen Herzens nach Gottes Willen sucht, wandeln will, wird ihm der Geist Gottes sicherlich das nötige Wissen offenbaren und ihm auch Geschwister zur Seite stellen!
Soweit mal hierzu einige Gedanken...
Shalom
Shoshanyah
 
Beiträge: 79
Registriert: 13. Dezember 2013, 18:47

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon Tja_na » 11. Januar 2014, 18:19

Also ich bin da ziemlich rigoros. Wir sind die Gemeinde Gottes, Jahuschua ist unser Haupt. Da stehen alle Kirchen und kirchlichen Vereine und Gemeinschaften und wie sie alle heißen im Wiederspruch dazu. Denn alle haben einen Leiter, einen Oberboss. Anscheinend ist der Sohn des Höchsten nicht in der Lage, die Dinge hier auf der Erde zufriedenstellend zu leiten, oder was? Das System, Instituion etc., das passt nicht mit dem überein, was in der Bibel steht. Die Lehren auch nicht. Seit ich das erkannt habe, gehe ich zu keiner der Veranstaltungen dieser "Gemeinden" mehr.
Tja_na
 
Beiträge: 20
Registriert: 26. Dezember 2013, 23:00

Re: Konfessionsgemeinschaft notwendig?

Beitragvon BC Editor » 13. Januar 2014, 07:36

Hallo,
Lydie hat geschrieben:... Und nun stehe ich ziemlich heimatlos da. Was ist nun mit Taufe, Abendmahl, Segen? Alles nicht notwendig?

sind diejenigen, die an Jesus als den Messias glauben, wirklich "heimatlos"? Oder kommt einem das eventuell nur so vor, weil man auf eine bestimmte Weise über längere Zeit "konditioniert" wurde und dann unter "Heimat" eine bestimmte Sache ("wie z.B. "Kirche", "Gruppe", "Konfessionsgemeinschaft") versteht?

Bzgl. "Taufe" würde ich darauf verweisen, dass doch alle Gläubigen durch ihren Herrn mit heiligem Geist in den Leib Christi getauft wurden (vgl. 1Ko 12,7) und dass wohl auf ein "Eintritt in eine Konfessionsgemeinschaft"-Taufritual in Wasser gar nicht ankommt, oder? Bzgl. "Abendmahl" bzw. Gedächtnismahl des Herrn sehe ich biblisch keine Vorgaben, dass dies nur innerhalb oder bei einer Zusammenkunft von Mitgliedern einer Konfessionsgemeinschaft, einer Kirche eingenommen werden kann. Bzgl. "Segen" würde ich denken, dass wir als Gläubige untereinander uns "Segen" zusprechen und dies nicht von einem Amtsträger einer Konfessionsgemeinschaft abhängig ist.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
(BibelCenter Editor)
BC Editor
Administrator
 
Beiträge: 758
Registriert: 13. März 2012, 10:57

Nächste

Zurück zu Konfessionsgemeinschaften

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron