vom Heiligen Geist gelehrt ...

Austausch zu allgemeinen Fragen zur Auslegung der Bibel

Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon BC Editor » 24. Mai 2017, 18:45

Helmuth hat geschrieben:
BC Editor hat geschrieben: Lehrt dieser Abschnitt, dass den Gläubigen das Geheimnis durch den heiligen Geist offenbart bzw eröffnet werden muss?
Durch wen sonst?

Indem sie lesen, was Paulus durch den heiligen Geist offenbart wurde und er dann - inspiriert von Gott - aufgeschrieben hat, können sie das Geheimnis erkennen.
Helmuth hat geschrieben:
BC Editor hat geschrieben: Oder lehrt dieser Abschnitt, dass das Geheimnis durch Offenbarung (in diesem Falle, Paulus) offenbart wurde und dass die Gläubigen nach der Niederschrift der durch Offenbarung dem Paulus mitgeteilte Erkenntnis das Geheimnis durch Lesen das Geheimnis erkennen können?
Warum leugnen Ungläubge vehement dass dem so ist, nach etwas schon geoffenbart wurde?

Deine Frage hat nichts mit einer Antwort auf meine Frage bzgl. des Abschnitts in Eph 3,2-4 zu tun. Wie nun lautet Deine Antwort auf meine - von Dir zitierte - Frage bzgl dessen, was der Abschnitt in Eph 3,2-4 lehrt ?
Helmuth hat geschrieben: Warum sagt es ihnen ihr Verstand nicht? Es gibt gescheite Leute, 100x mehr als ich, aber sie leugnen die absoluten Glaubensngrundlagen. Der Grund ist, dass Gott es ihnen nicht geoffenbart hat.

Offensichtlich liegt hier ein merkwürdiges Verständnis dessen vor, was als Verstand bezeichnet wird. Schon mal erlebt, dass jemand eine Sache leugnet, selbst wenn er versteht, was gesagt wurde? Warum leugnen Personen, was sie in der Bibel lesen? Weil sie nicht verstehen, was sie lesen? Oder weil sie nicht akzeptieren wollen, was sie lesen und etwas anderes für richtig halten?
Willst Du wirklich Gott die Schuld dafür geben, dass jemand ungläubig bleibt und sich weigert, an Gott und Seinen Messias Jesus zu glauben (weil Er es ihnen nicht offenbart hat) ??!!
Helmuth hat geschrieben:Ich denke dein Verständnisfehler liegt darin, dass du meinst einen Gläubigen müsse man erst durch eine veröffentlichte Offenbarung überzeugen.

??? habe ich derartiges irgendwann irgendwo verlauten lassen? Ich bin der Meinung, dass ein jeder Mensch selbst für seine Überzeugungen und seinen Glauben verantwortlich ist ... mit anderen Worten, jeder Mensch entscheidet, was er/sie glaubt und wovon er/sie als richtig überzeugt sein will. Weiterhin bin ich der Meinung, dass der Abschnitt in Röm 10,9-17 sehr deutlich und logisch darlegt, wie Glauben möglich ist und wodurch Glauben kommt!! Die "veröffentlichte Offenbarung", die in dem Abschnitt angesprochen wird, ist nichts anders als die Offenbarung, die Gott bereits gegeben hat und die der Bote in seiner Predigt des Wortes Gottes verkündet.
Helmuth hat geschrieben:Vielmehr hat er diese schon, sonst wäre er nicht vom Zustand des Unglauben in den Zustand des Glaubens gekommen. Das ist wenn der Heilige Geist Besitz von dir ergreift.

Ein "Besitz ergreifen" (das gleich wie "besessen sein") wird in der Bibel eindeutig bösen Geistern Teufeln zugeschrieben, wobei dann der Mensch "außer Kontrolle" gerät und quasi von bösen Geistern, Teufelsgeistern "benutzt" wird. Derlei Handeln gibt es NIE, wenn Gott mittels heiligen Geistes in einem Menschen wirkt !!
Helmuth hat geschrieben: Aber dein Verstand war vorher auch da. Da warst ja vorher nicht deppert und bist nun plötzlich gescheit, außer eben in einem geistlichen Sinne.
Dass jemand etwas versteht (Verständnis bzgl einer Sache hat) bedeutet bedeutet doch nicht, dass jemand auch gemäß dieses Verständnisses handelt (=> glaubt, als richtig davon überzeugt ist) ... ein jeder hat nicht nur die mentale Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern auch die mentale Fähigkeit, etwas abzulehnen oder anzunehmen, als falsch oder als richtig zu beurteilen und dann entsprechend seiner Überzeugung / Glaubens zu handeln.
Helmuth hat geschrieben: Offenbarung, d.h. Wahrheit, kommt immer durch den Heiligen Geist. Alles andere wäre ein Geist des Irrtums.

Ich verweise wieder auf Eph 3,2-4 => die Wahrheit wurde dem Apostel Paulus durch Offenbarung mittels heiligem Geist kundgetan! Die Wahrheit wurde dann nicht erneut und immer wieder jedem einzelnen Gläubigen durch Offenbarung mittels heiligem Geist kundgetan, sondern die offenbarte Erkenntnis der Wahrheit wurde von Paulus niedergeschrieben, und die einzelnen Menschen danach können diese Wahrheit erkennen, indem sie LESEN (!!) und korrekt verstehen, was sie lesen! Ob sie danach daran glauben oder diese Erkenntnis ablehnen, ist noch eine ganz andere Frage.
Helmuth hat geschrieben: So auch der Mensch. Der Verstand als das Vehikel allein reicht nicht aus. Du brauchst den totalen Ölwechsel, damit alles rund läuft.

Mir scheint mehr und mehr, dass Du "Verstand" gänzlich anders definierst als das, was allgemein als "Verständnis" bezeichnet wird. Dein Gebrauch von "Verstand" erscheint mir das zu bezeichnen, was ich als "Sinn" (das Sinnesorgan) bezeichne, wo über die fünf Sinne empfangene Informationen aufgenommen und verarbeitet werden, Entscheidungen getroffen werden.

Laut Röm 12,1ff soll der Gläubige seinen Sinn "erneuern", laut Eph 4 soll der Gläubige "den alten Menschen/Wandel" ablegen und den "neuen Menschen/Wandel" anziehen ... dies sind alles Dinge, die in der Schrift nicht vom heiligen Geist getätigt werden, sondern von dem an Christus Gläubigen. Der Mensch bestimmt, welche Art von "Speise" er seinen Sinn füttert => z.B. weltlichen Zeitungskram oder Wort Gottes, und die Speise wird sicher Einfluss darauf haben. wie er sein tägliches Leben gestaltet ... Entscheidungen im Sinn basieren auf Informationen, die dem Sinn verfügbar sind.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon Helmuth » 24. Mai 2017, 19:28

BC Editor hat geschrieben:Deine Frage hat nichts mit einer Antwort auf meine Frage bzgl. des Abschnitts in Eph 3,2-4 zu tun. Wie nun lautet Deine Antwort auf meine - von Dir zitierte - Frage bzgl dessen, was der Abschnitt in Eph 3,2-4 lehrt ?

Gut zurück zu deiner Frage.
Die Epheserstelle:
Eph 3,2-4 hat geschrieben:2 ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat: 3 Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich eben aufs kürzeste geschrieben habe. 4 Daran könnt ihr, wenn ihr's lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen.

Die Fragen:
BC Editor hat geschrieben:Lehrt dieser Abschnitt, dass den Gläubigen das Geheimnis durch den heiligen Geist offenbart bzw eröffnet werden muss?

Diese Stelle sagt aus, dass es dem Paulus durch Offenbarung gegeben wurde.

BC Editor hat geschrieben:Oder lehrt dieser Abschnitt, dass das Geheimnis durch Offenbarung dem (in diesem Falle, Paulus) offenbart wurde und dass die Gläubigen nach der Niederschrift der durch Offenbarung dem Paulus mitgeteilte Erkenntnis das Geheimnis durch Lesen das Geheimnis erkennen können?

Nein. Die Aussage lautet, dass man daran Paulus Einsicht erkennen kann.

Die vorgelegte Stelle ist nicht geeignet zu erklären, dass der Verstand allein ausreicht bzw. nicht ausreicht, weil das hier gar nicht thematisiert wird. Zumindest siehst du, dass Paulus nicht aufgrund seines Verstandes gelehrt wurde. Er benötigte dazu Offenbarung in dieses, wie er es nennt, Geheimnis.

Er war klug genug, als übereifriger Pharisäer kannte er vor seiner Bekehrung das Wort Gottes sicher besser als etliche andere. Wissen und Erkenntnis allein nützten ihm allerdings nichts. Jesus musste sich ihm zuerst offenbaren und er sich bekehren.

Danach ordnete er alle Dinge völlig neu ein. Sein Verstand wurde dabei ja nicht bekehrt, sondern sein Herz. In Römer 12.2 drückt er aus wie das vor sich gehen soll.
Liebe Grüße
Helmuth
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon BC Editor » 25. Mai 2017, 10:03

Hallo,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage aus dem vorigen Beitrag.
Helmuth hat geschrieben: Die vorgelegte Stelle ist nicht geeignet zu erklären, dass der Verstand allein ausreicht bzw. nicht ausreicht, weil das hier gar nicht thematisiert wird. Zumindest siehst du, dass Paulus nicht aufgrund seines Verstandes gelehrt wurde. Er benötigte dazu Offenbarung in dieses, wie er es nennt, Geheimnis.

Es wird thematisiert, dass (a) Paulus die Erkenntnis durch Offenbarung von Gott kundgetan wurde, und dass (b) nachdem diese zuvor offenbarte Erkenntnis niedergeschrieben war, die Gläubigen diese nun durch Lesen (und eben nicht erneut durch Offenbarung von Gott) erkennen und verstehen können.
Helmuth hat geschrieben: Er war klug genug, als übereifriger Pharisäer kannte er vor seiner Bekehrung das Wort Gottes sicher besser als etliche andere. Wissen und Erkenntnis allein nützten ihm allerdings nichts. Jesus musste sich ihm zuerst offenbaren und er sich bekehren.

Er war NICHT klug genug ... und das aus einem einfachen Grund: Dieses Geheimnis war zuvor nicht von Gott offenbart und kundgetan worden, weshalb NIEMAND es erkennen konnte (vgl. u.a. 5Mo 29,28 -- "Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.")

Was bereits offenbart wurde -- etwa die biblischen Schriften -- bedarf keiner erneuten bzw. bei jedem Leser sich erneut wiederholenden Offenbarungen / keines "durch Gott gelehrt werden", um es zu verstehen. Bestimmte Wahrheiten bzgl. Gottes Erlöserplans und seiner Erfüllung durch Jesus von Nazareth waren zuvor noch nicht offenbart und niedergeschrieben worden.
Helmuth hat geschrieben: Danach ordnete er alle Dinge völlig neu ein. Sein Verstand wurde dabei ja nicht bekehrt, sondern sein Herz. In Römer 12.2 drückt er aus wie das vor sich gehen soll.

Sein Verständnis der Schrift wurde sehr wohl "aufgeschlossen" durch das, was zuvor noch nicht offenbart und ihm nun von Gott durch Offenbarung kundgetan wurde. Er erkannte durch das, was zuvor noch nicht offenbart worden war, z.B. Dinge aus der Schrift, die er zuvor inkorrekt verstanden und ausgelegt hatte, weil "Decke über dem Alten Testament bis dahin" (vgl. dazu 1Ko 2,6-16 und weiterhin 2Ko 3,14) und diese Decke nun durch die Offenbarung von Gott an Paulus und dessen Verkündigung / Niederschrift weggenommen war.

Nachdem nun diese Offenbarung niedergeschrieben ist in den NT Schriften, erhalten die Gläubigen eben keine Offenbarung mehr diesbzgl., weil ja diese Erkenntnis bereits offenbart und niedergeschrieben ist und nunmehr durch sorgfältiges und richtiges Lesen erkannt werden kann.

Ob jemand dann glaubt oder ablehnt, was er/sie gelesen und verstanden hat, ist eine davon unabhängige Sache. Es ist ein offensichtlicher Irrtum zu meinen, "verstehen" bedeute automatisch dasselbe wie "glauben" bzw. "nicht verstehen" sei gleich "ablehnen".
Herzliche Grüße und Gottes Segen

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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon Helmuth » 25. Mai 2017, 14:24

In Ordnung. Dann lass mich darauf nicht weiter eingehen. EIne Stelle hin und herdiskutieren hieße wir verbeißen und verzetteln uns. Die Wurzeln des Unverständnisses liegen tiefer meine ich.

Du sagst sinngemäß, was geoffenbart ist, braucht nicht nochmals geoffenbart werden. Ich drücke es mit meinen Worten aus, damit du prüfen kannst, ob ich dich richtig interpretiere. Warum ist es dann so, dass einer daraus Gottes Wort erkennt und ein anderer nicht? Einer kommt zum Glauben, einer anderer bleibt ungläubig? Beide lesen denselben Text.

Ich greife eine andere Stelle mit ähnlichem Sachverhalt auf:

Als Jesus den Emmaus Jüngern erschien, war es doch so, dass der gesamte Tanach vorlag. Und diese Jünger waren durchaus schon sehr gläubig, man kann nicht sagen, dass es sich um Gottlose gehandelt hätte wie es z.B. ein Kajafas war.

Jesus sagte ihnen:
Lk 24, 25 hat geschrieben:Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!

Jesus nennt hier die Hauptursache beim Namen: Das träge Herz. Da es sich hier um Jesu Wort handelt sollten wir es über deines und meines stellen.

Jetzt können wir spekulieren, ob die Jünger nun aufgrund Jesu Ausführungen es kapiert hatten oder nicht. Ich vermute mal "noch" nicht. Erst als kein weiteres leugnen mehr möglich wäre. denke ich machte es "klick". --> Offenbarung

Mit derselben Skepsis war ja anfangs auch Petrus behaftet und über Thomas wird noch dazu klar bezeugt, dass er nicht glauben wollte, wiewohl die anderen Zeugnis ablegten, weil sie den Herrn zuvor bereits lebendig gesehen hatten.

Seien wir uns also einmal darüber einig, dass das Herz der Dreh- und Angelpunkt des Verständnisses ist und nicht der Verstand.
Liebe Grüße
Helmuth
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon BC Editor » 25. Mai 2017, 18:21

Helmuth hat geschrieben: Du sagst sinngemäß, was geoffenbart ist, braucht nicht nochmals geoffenbart werden. Ich drücke es mit meinen Worten aus, damit du prüfen kannst, ob ich dich richtig interpretiere. Warum ist es dann so, dass einer daraus Gottes Wort erkennt und ein anderer nicht? Einer kommt zum Glauben, einer anderer bleibt ungläubig? Beide lesen denselben Text.

Die Antwort darauf habe ich bereits erwähnt ...=> erkennen/verstehen ist NICHT gleich glauben.

Der Lehrer erklärt den Schülern in der Klasse, wie sie sich in einem bestimmten Fall verhalten sollen. Alle verstehen sehr wohl, was der Lehrer erklärt hat. Sirene für Probealarm heult, und - siehe da - es gibt Schüler, die das tun, was sie verstanden haben (=> gehorchen den Anweisungen, glauben dem Lehrer) und es gibt Schüler, die tun was anders und tun nicht, was sie verstanden haben (=>sind ungehorsam gegenüber den Anweisungen, glauben nicht dem Lehrer). Der Lehrer hat doch zwischenzeitlich nicht bei denen, die glauben, nochmals die gleiche Anweisung gegeben, und dies bei den anderen versäumt ...
Helmuth hat geschrieben:Ich greife eine andere Stelle mit ähnlichem Sachverhalt auf:
Als Jesus den Emmaus Jüngern erschien, war es doch so, dass der gesamte Tanach vorlag. Und diese Jünger waren durchaus schon sehr gläubig, man kann nicht sagen, dass es sich um Gottlose gehandelt hätte wie es z.B. ein Kajafas war.

Jesus sagte ihnen:
Lk 24, 25
Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!
Jesus nennt hier die Hauptursache beim Namen: Das träge Herz. Da es sich hier um Jesu Wort handelt sollten wir es über deines und meines stellen.

Bzgl. Tanach schon vorlag, habe ich ebenfalls bereits im Zusammenhang mit Hinweisen auf Paulus bzw. 1Ko 2,6-16 und 2Ko 3,14 die Antwort gegeben. Außerdem sagt Jesus NICHT, dass ihr träges Herz die Ursache dafür war, dass sie so zögerlich den AT Schriften zu glauben. Glauben geschieht im Herzen (vgl. Röm 10,9.10) und Jesus macht deutlich, dass sie unverständig waren, weil sie so zögerlich und träge im Hinblick auf ihr Vertrauen und Glauben bzgl. dessen waren, was die Propheten bereits geweissagt hatten. Daraufhin erläutert er ihnen aus der Schrift (!!!), was dort bereits über ihn geschrieben stand. NICHTS hier handelt davon, dass die Jünger vom heiligen Geist eine Offenbarung empfingen ... die Decke über ihrem Verständnis wurde weg getan, indem Jesus ihnen die Schrift vor Augen führte und erläuterte.
Helmuth hat geschrieben: Jetzt können wir spekulieren, ob die Jünger nun aufgrund Jesu Ausführungen es kapiert hatten oder nicht. Ich vermute mal "noch" nicht. Erst als kein weiteres leugnen mehr möglich wäre. denke ich machte es "klick". --> Offenbarung

Wie wäre es, beim Text zu bleiben anstatt zu spekulieren? Der Text erwähnt völlig ausreichend, was sich zutrug. Wenn es "klick" macht, mit anderen Worten, der Moment, wenn jemand gewisse Zusammenhänge korrekt verknüpft und das richtige Verständnis eines Sachverhalts erlangt, hat nichts mit Offenbarung von Gott zu tun. Dies geschieht jeden Tag im Leben von Menschen in allen möglichen Situationen und bzgl aller möglichen Situationen, die zum allergrößten Teil absolut gar nichts mit Gott oder Glauben usw zu tun hat.
Helmuth hat geschrieben: Mit derselben Skepsis war ja anfangs auch Petrus behaftet und über Thomas wird noch dazu klar bezeugt, dass er nicht glauben wollte, wiewohl die anderen Zeugnis ablegten, weil sie den Herrn zuvor bereits lebendig gesehen hatten.
Du erwähnst hier "nicht glauben WOLLTE" ... eben! Es hatte nichts damit zu tun, dass er "noch nicht vom heiligen Geist gelehrt", "noch nicht weitere Offenbarung von Gott" erhalten hatte ... Thomas stellte für sich eine Bedingung auf, (er wollte Jesus zuerst mit eigenen Augen gesehen haben) wann er glauben würde. Er wollte vorher nicht glauben ... ganz einfach!!
Helmuth hat geschrieben:Seien wir uns also einmal darüber einig, dass das Herz der Dreh- und Angelpunkt des Verständnisses ist und nicht der Verstand.

Das "Herz" ist das, was man entsprechend des biblischen Gebrauchs dieses Begriffs als "das Zentrum" / "das Innerste" des Sinnes ... der Ort, wo man glaubt oder auch zweifelt (vgl. z.B. Röm 10,9-10; Mk 11,23), nachdem die Informationen / Sachverhalte entweder über die 5 natürlichen Sinne oder aber über Gottes Gabe heiligen Geist aufgenommen und in den Sinn/Verstand übermittelt wurden, wo der Mensch die Informationen / Sachverhalte verarbeitet, diese überdenkt, prüft, beurteilt und dann entscheidet, sie als korrekt anzuerkennen und zu glauben (und dann danach zu handeln) oder aber sie als falsch einzustufen und abzulehnen und nicht zu glauben (und dann nicht danach zu handeln).

Wie ich bereits erwähnte, erscheint es mir, als hättest Du ein anderes Verständnis der Begriffe "Verständnis", "Verstand", "Geist", "Sinne", "Sinn" etc ...
Herzliche Grüße und Gottes Segen

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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon Helmuth » 25. Mai 2017, 20:21

Nur mal so kurze Gegenfrage: Von wem stammt denn der Odem des Lebens? Weitere Argumente benötige ich eigentlich gar nicht. Es bedarf eben Offenbarung, dass du auch das erkennst. Das Aufblähen der Antworten macht uns auch nicht klüger. :)
Liebe Grüße
Helmuth
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon AlTheKingBundy » 26. Mai 2017, 05:33

Ich empfehle hier, die Diskussion mit Helmuth wenigstens ruhen zu lassen. Du bist leider nicht in der Lage, Dich inhaltlich auseinanderzusetzen und versteckst Dich hinter einem pseudogeistlichen Vorhang. Darüber hinaus willst oder kannst Du nicht auf Beiträge eingehen und springst wie ein Kaninchen inhaltlich immer weg, wenn es unangenehm wird. Ich nennen das Selbsttäuschung und das bringt keine fruchtbar-inhaltliche Diskussion mit sich.
AlTheKingBundy
 
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon BC Editor » 26. Mai 2017, 08:11

Helmuth hat geschrieben:Nur mal so kurze Gegenfrage: Von wem stammt denn der Odem des Lebens?

Was hat denn der "Odem des Lebens" mit unserem Austausch zu tun, außer dass Atem des Lebens das bezeichnet, wodurch sich ein "toter Mensch (eine tote Seele, ein totes Wesen)" von einem "lebendigen Menschen (lebendige Seele, ein lebendiges Wesen)" unterscheidet? Ohne Atem/Odem ist ein Mensch nicht am Leben, nicht lebendig ... Du stellst eigentlich also eine falsche irrelevante Frage.
Helmuth hat geschrieben:Weitere Argumente benötige ich eigentlich gar nicht. Es bedarf eben Offenbarung, dass du auch das erkennst. Das Aufblähen der Antworten macht uns auch nicht klüger. :)

In der Tat benötigst Du keine weiteren Argumente, sondern sorgfältiges LESEN der Offenbarung, die bereits in der Bibel offenbart ist. Meine Antworten zielen lediglich darauf, auf die bereits in der Bibel offenbarte Erkenntnis hinzuweisen. Welche Offenbarung, außer der Erkenntnis, die bereits in 1Mo 2,7 zu lesen ist, wird denn benötigt?
1Mo 2,7
Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
Ich habe durch Lesen folgende Erkenntnis erlangt: Gott formte den Leib des Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase, und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen ! Welch andere oder zusätzliche Offenbarung direkt von Gott muss den ein jeder Mensch noch zusätzlich dazu mittels heiligem Geist erhalten, um zu erkennen, von wem der Odem des Lebens stammt???

Übrigens, die Aussage in 1Mo lässt einen Leser ebenfalls erkennen, dass dieser Odem des Lebens einem jeden Menschen (unabhängig davon, ob er/sie Nachfolger Christi oder Atheist ist) eigen ist ... es ist quasi das "Atem-Leben", welches zudem nicht nur Menschen, sondern auch Tiere haben und welches sie zu lebendigen Wesen macht.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon Helmuth » 26. Mai 2017, 08:42

BC Editor hat geschrieben:In der Tat benötigst Du keine weiteren Argumente, sondern sorgfältiges LESEN der Offenbarung, die bereits in der Bibel offenbart ist.

Eben nicht, sonst würden wir ja auf einen grünen Zweig kommen. Wolfang, sterotype Argumentationsschamata diskutere ich nicht. Für Al bin ich bereits ein starrsinniger Egoist, möglicherweise für dich auch.

Weiß gar nicht wie viel Sinn es hat hier Beiträge zu liefern. Dachte am Anfang es wäre hier besser. Aber es wird auch seinen Grund habe warum hier kaum jemand schreibt. Ich erahne es.
Liebe Grüße
Helmuth
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Re: vom Heiligen Geist gelehrt ...

Beitragvon BC Editor » 26. Mai 2017, 10:41

Helmuth hat geschrieben: Eben nicht, sonst würden wir ja auf einen grünen Zweig kommen. Wolfang, sterotype Argumentationsschamata diskutere ich nicht. Für Al bin ich bereits ein starrsinniger Egoist, möglicherweise für dich auch.

Ob zunächst unterschiedliche Einsichten und Erkenntnisse nach einem Austausch über eine Sache "auf einen grünen Zweig kommen" (d.h. es eine Übereinstimmung gibt, weil einer oder beide ihr Verständnis korrigieren), hängt von der Bereitwilligkeit der beteiligten Personen und der Stichhaltigkeit und Überzeugungskraft der vorgebrachten Argumente ab. Ich vermute mal, alle Teilnehmer hier achten die biblischen Aussagen als Maßstab für ihr Verständnis. Wenn es dann unterschiedliche und/oder gar gegensätzliche / widersprüchliche Verständnisse gibt, kann eine Erörterung und ein Austausch zu den biblischen Aussagen dann klärend sein und den Beteiligten die Möglichkeit geben, ein besseres und genaueres Verständnis der Schrift zu erlangen und ihre möglicherweise unvollständigen oder inkorrekten Einsichten zu korrigieren.

Wenn Teilnehmer sich weigern, sich an einem Austausch und einer gemeinsamen Erörterung eines Themas zu beteiligen und sich weigern, auf Fragen anderer einzugehen und Punkte genauer zu erklären usw., dann ist dieser Mangel an Bereitwilligkeit natürlich das erste und größte Problem. Die anderen Teilnehmer haben gar keine Möglichkeit, etwas zur Lösung dieses Problems beizutragen, weil ein solcher Mangel an Bereitwilligkeit einzig in der anderen Person selbst, in deren Einstellung, Haltung, Willen begründet ist und auch nur von der Person selbst geändert werden kann.
Helmuth hat geschrieben: Weiß gar nicht wie viel Sinn es hat hier Beiträge zu liefern. Dachte am Anfang es wäre hier besser. Aber es wird auch seinen Grund habe warum hier kaum jemand schreibt. Ich erahne es.

Nun, hier kann jeder gerne Beiträge liefern ... solange man sich gesittet, ehrbar und ordentlich verhält, kann man gerne seine Einsicht und sein Verständnis zu biblischen Themen darlegen und mit anderen im Austausch erörtern. Welche Motivation ein Teilnehmer hat, welchen Sinn er/sie dabei sieht, das ist Privileg und Sache eines jeden einzelnen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

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