In welcher Zeit leben wir?

Austausch zu allgemeinen Fragen zur Auslegung der Bibel

Re: In welcher Zeit leben wir?

Beitragvon Nachbarin » 18. Juli 2017, 22:44

Das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht, Salomo.
Unsere Erde wird restauriert und wir werden unsere Freude daran haben alles neu erschaffene zu erkunden
Wäre auch sehr sinnlos wenn im Himmel Feste, Freude, Leben in unbeschreiblichen Glück stattfindet während gleichzeitig die Erde und die Generationen und die Tierwelt auf dieser Erde ihr leidvolles Dasein hat, und das in Ewigkeit.
Man mag gar nicht mehr Nachrichten schauen, was da alles grauenhaftes abgeht. Kleine Babys werden missbraucht und noch vieles mehr.

Außerdem die Aussage "dann stellen wir Jesus als Lügner da wenn wir nicht erkennen dass sein "ich komme bald " sich auf die menschliche Zeit bezieht" erinnert mich irgendwie an Pharisäer und Schriftgelehrten.
Die haben bestimmt heftige Diskussionen gehabt was Jesus angeht, und haben sicherlich unter anderem argumentiert - "wenn dieser Jesus der Messias ist, dann ist Gott ein Lügner, das können wir nicht verantworten, die Schrift lehrt glasklar was anderes, weg mit ihm "
Die, die Jahre verbracht haben beim Studium der Heiligen Tora, diese haben den Einen nicht erkannt, weil sie jemand anderes erwartet haben, erwarten heute sogar noch.
Ich habe mal gelesen warum sie Jesus nicht anerkennen als ihren Messias, und sie argumentieren sehr vernünftig und belegt aus der Schrift. So dass ein ungläubiger dem vollkommen zustimmen könnte, weil alles sehr ordentlich belegt ist und gut argumentiert. Aber wie man doch sich täuschen kann!
Auch mit der Behauptung dass Jesus schon da war, und Gott ist ja kein Lügner und so weiter.
Gott lässt das nicht zu, es wird ein Ende haben.
Nachbarin
 
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Re: In welcher Zeit leben wir?

Beitragvon BC Editor » 19. Juli 2017, 08:16

Salomo hat geschrieben:Gottes ursprünglicher Vorsatz mit der Erde war kein Fehler und der Allmächtige ist auch in der Lage diesen zu verwirklichen.

Klingt ja so, als habe Gott mal für einige tausend Jahre seinen Vorsatz nicht verwirklicht ? Hat Er etwa für eine längere Weile versagt? Was war denn eigentlich der ursprüngliche Vorsatz? Könnte es sein, dass viele vielleicht durch fehlgeleitete Theologie beeinflusst sehr "irdisch" statt "himmlisch" gesinnt sind und Gott einen "ursprünglichen Vorsatz mit der Erde" zuschreiben, den Er gar nicht hatte?

Ich würde sagen, Gott hat seinen ursprünglichen Vorsatz mit der Erde verwirklicht und tut dies auch weiterhin.
Salomo hat geschrieben: Etwas, was noch zu retten ist, wird er doch nicht verwerfen. Das beschädigte Meisterwerk wird nicht achtlos in die Ecke gestellt oder weggewofen, sondern es wird wieder restauriert und erstrahlt in seinem ursprünglichen Glanz. Alles andere würde Schande auf Gottes Namen bringen, weil seine ursprüngliche Idee doch nicht so gut war wie er dachte oder er nicht in der Lage ist seine Ideen zu verwirklichen oder es ihm egal ist, was mit den Menschen im Allgemeinen auf der Erde geschieht.

Nach diesen Vorstellungen war in der Tat Gottes ursprüngliche Idee nicht besonders gut, oder Er war unfähig, sein Meisterwerk zu erhalten und ließ es willig beschädigen und verwüsten ... Ich denke eher, dass der Denkfehler nicht bei Gott lad und liegt, sondern bei denen, die eine solche Vorstellung haben ... mir scheint, diese gründet sich auf eine nicht wirklich biblisch begründete falsche "Paradies" Vorstellung.
Salomo hat geschrieben: Unser Vater im Himmel! / Dein heiliger Name werde geehrt!
Deine Herrschaft komme! / Dein Wille geschehe auf der Erde so wie im Himmel!

Sollte Jesus seine Jünger ein Gebet gelehrt haben, welches für sie gar nicht relevant ist, ja sogar für uns 2000 Jahre später noch immer nicht relevant ist, weil es ja bislang angeblich gar nicht verfügbar war und noch nicht eingetreten ist? Bereits damals und sogar davor konnte und wurde Gottes Name von Menschen geehrt (wenn auch die Mehrheit dies nicht tat), Gottes Herrschaft war nicht tausende Jahre in der Zukunft, und Gottes Wille geschah sowohl auf Erden als auch im Himmel ....
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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