Joh 21,18-22 - "dass er bleibe, bis ich komme"

Austausch zu Fragen bzgl. NT Schriftstellen

Re: Joh 21,18-22 - "dass er bleibe, bis ich komme"

Beitragvon AlTheKingBundy » 26. Februar 2016, 18:58

Stefan hat geschrieben:Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johạnnes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er.
Wenn ein geringerer im Königreich der Himmel größer ist als Johannes der Täufer, ist es da nicht logisch, dass Johannes eine irdische Auferstehung bevor steht?


Hallo Stefan,

nein, das ist nicht logisch.

Lk 7,28 Denn ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer als Johannes der Täufer; aber der Kleinste in dem Reich Gottes ist größer als er.

Jesus stellt einen Vergleich an:

a) Johannes der Täufer (der größte von Frauen geborene = irdisch)
b) Der Kleinste im Reich Gottes (=himmlisch) der größer ist als Johannes.

Hier wird das Größte auf Erden mit dem Kleinsten im Himmel ins Verhältnis gesetzt. Es ist ja auch völlig logisch, dass im Reich Gottes, der geistige Leib, von Sünde befreit, größer ist als der irdische. Das bedeutet nicht, dass Johannes nicht auch eine himmlische Auferstehung hat und "irdisch" auferstehen muss. Davon steht da nichts.
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Re: Joh 21,18-22 - "dass er bleibe, bis ich komme"

Beitragvon Stefan » 6. April 2016, 19:33

AlTheKingBundy hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben:Wahrlich, ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer erweckt worden als Johạnnes der Täufer; doch jemand, der ein Geringerer ist im Königreich der Himmel, ist größer als er.
Wenn ein geringerer im Königreich der Himmel größer ist als Johannes der Täufer, ist es da nicht logisch, dass Johannes eine irdische Auferstehung bevor steht?


Hallo Stefan,

nein, das ist nicht logisch.

Lk 7,28 Denn ich sage euch: Unter den von Frauen Geborenen ist kein Größerer als Johannes der Täufer; aber der Kleinste in dem Reich Gottes ist größer als er.

Jesus stellt einen Vergleich an:

a) Johannes der Täufer (der größte von Frauen geborene = irdisch)
b) Der Kleinste im Reich Gottes (=himmlisch) der größer ist als Johannes.

Hier wird das Größte auf Erden mit dem Kleinsten im Himmel ins Verhältnis gesetzt. Es ist ja auch völlig logisch, dass im Reich Gottes, der geistige Leib, von Sünde befreit, größer ist als der irdische. Das bedeutet nicht, dass Johannes nicht auch eine himmlische Auferstehung hat und "irdisch" auferstehen muss. Davon steht da nichts.


Johannes der Täufer starb, bevor Jesus in den Himmel auffuhr. Die himlische Hoffnung haben nur wenige Menschen. Welche Aufgabe haben diese? Und gibt es auch eine Angabe in der Bibel, wieviele das sein werden?
Die Auferstehung von Königreichserben zu unvergänglichem himmlischem Leben ist aber nicht die einzige Auferstehung. Die Bezeichnung „erste Auferstehung“ in Offenbarung 20:6 zeigt, dass noch eine andere folgen muss. Denjenigen, die aus dieser Auferstehung Nutzen ziehen werden, steht Leben auf einer paradiesischen Erde in Aussicht. Wann wird sie stattfinden? Wie aus der Offenbarung hervorgeht, wird das nach Beseitigung der ‘Erde und des Himmels’, des gegenwärtigen bösen Systems und seiner Regierungsgewalten, sein. Das Ende des alten Systems ist sehr nahe. Danach wird zu der von Gott bestimmten Zeit die irdische Auferstehung beginnen (Offenbarung 20:11, 12).
In Luk.22:29,30 sagtJesus folgendes zu seinen Jüngern:  ,,und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten." Wer berufen ist, in den Himmel zu kommen, hat also eine wichtige Aufgabe. Und diesen Bund machte Jesus mit seinen Jüngern, die vor seiner Auferstehung mit ihm zusammen waren.Johanes der Täufer war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr am Leben und hat keinen Anteil an diesem Bund.
In Offb.14:1-4 und 7:4-8 steht die Zahl derer, die von der Erde erkauft wurden.

Nachdem Gott die ersten Menschen, Adam und Eva, erschaffen hatte, so der Bericht aus 1. Mose, durften sie in einem gut bewässerten Garten leben: im Garten Eden. Adam und Eva waren durch und durch gesund und hatten die Aussicht, für immer zu leben. Der Tod wäre die Strafe für Sünde (1. Mose 2:8-17; Römer 5:12). Adam und Eva sollten ‘fruchtbar sein und viele werden, die Erde füllen und sie sich unterwerfen’ (1. Mose 1:28). Schließlich würde die ganze Erde ein Paradies sein, bewohnt von vollkommenen Menschen, die Gott, ihrem Herrscher, gern untertan sind.

Als zukünftiger König der Erde konnte Jesus kurz vor seinem Tod zu Recht einem reumütigen Übeltäter neben ihm versprechen: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43). Das Paradies, an das Jesus dachte, wird auf der Erde sein, so wie Gott es ursprünglich vorgesehen hatte. Das ist in der Bibel gut belegt. Zum Beispiel durch folgende Texte:
„Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29). „Es wird Fülle an Getreide auf der Erde geben; auf dem Gipfel der Berge wird Überfluss sein“ (Psalm 72:16). „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrig bleiben werden“ (Sprüche 2:21). „Sie [untadelige Menschen] werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten auf meinem ganzen heiligen Berg; denn die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken“ (Jesaja 11:9).
Passend dazu sagte Jesus in seiner bekannten Bergpredigt: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5). Und der Apostel Johannes schrieb später: „Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, . . . er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4). Diese Bibeltexte beziehen sich eindeutig nicht auf irgendein „Paradies“ im Himmel, sondern auf ein reales Paradies hier auf der Erde.
Stefan
 
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