Jesus ist Gott

Austausch zu Fragen bzgl. der Trinitätslehre

Re: Jesus ist Gott

Beitragvon BC Editor » 31. Dezember 2015, 07:49

Hallo,
Stefan hat geschrieben: ... Die Trinitätslehre wurde von dem römischen Kaiser Konstantin eingeführt. Für ihn waren heidnische Göttertriaden nicht unbekannt. Dadurch kam das, was Jesus vorher sagte, mämlich, dass Unkraut zwischen den vortrefflichen Weizen gesäht wurde (Matth.7:24-30). Es ist deutlich zu erkennen, woher diese Lehre wirklich stammt.
aus Schriften einiger Kirchenväter und auch aus kirchengeschichtlichen Dokumenten scheint es, als wären bereits vor Konstantin Ideen und Lehren, mit denen Jesus zu "Gott" gemacht wurde, in die christlichen Gemeinden eingebracht worden. Mit dem Konzil von Nicäa 325 n.Chr. unter dem Vorsitz von Kaiser Konstantin wurde solche Lehre dann zum verbindlichen Dogma erhoben.

Was Jesus bzgl. Unkraut und Weizen erwähnte, hatte nicht unbedingt mit diesen Ereignissen zu tun und war auch nicht im eigentlichen Sinne eine Weissagung / Prophezeiung eines bestimmten historischen Ereignisses. Vielmehr hat sich solches Abweichen und solche Vermengung von falscher Lehre und Wahrheit bereits zu Zeiten des Alten Bundes zugetragen, geschah während Jesu Lebzeiten und hat es auch seitdem bis heute immer wieder gegeben und wird es auch in Zukunft geben.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Stefan » 1. Januar 2016, 00:56

BC Editor hat geschrieben:Hallo,
Stefan hat geschrieben: ... Die Trinitätslehre wurde von dem römischen Kaiser Konstantin eingeführt. Für ihn waren heidnische Göttertriaden nicht unbekannt. Dadurch kam das, was Jesus vorher sagte, mämlich, dass Unkraut zwischen den vortrefflichen Weizen gesäht wurde (Matth.7:24-30). Es ist deutlich zu erkennen, woher diese Lehre wirklich stammt.
aus Schriften einiger Kirchenväter und auch aus kirchengeschichtlichen Dokumenten scheint es, als wären bereits vor Konstantin Ideen und Lehren, mit denen Jesus zu "Gott" gemacht wurde, in die christlichen Gemeinden eingebracht worden. Mit dem Konzil von Nicäa 325 n.Chr. unter dem Vorsitz von Kaiser Konstantin wurde solche Lehre dann zum verbindlichen Dogma erhoben.

Was Jesus bzgl. Unkraut und Weizen erwähnte, hatte nicht unbedingt mit diesen Ereignissen zu tun und war auch nicht im eigentlichen Sinne eine Weissagung / Prophezeiung eines bestimmten historischen Ereignisses. Vielmehr hat sich solches Abweichen und solche Vermengung von falscher Lehre und Wahrheit bereits zu Zeiten des Alten Bundes zugetragen, geschah während Jesu Lebzeiten und hat es auch seitdem bis heute immer wieder gegeben und wird es auch in Zukunft geben.


Hier noch einmal ein Zitat von mir aus einen anderen Beitrag.

Beachte bitte Offenbarung 17:9-11. 9 Hier kommt es auf den Verstand an, der Weisheit hat: Die sieben Köpfe bedeuten sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. 10 Und da sind sieben Könige: fünf sind gefallen, einer ist, der andere ist noch nicht gekommen, doch wenn er gekommen ist, muß er eine kurze Weile bleiben. 11 Und das wilde Tier, das war, aber nicht ist, es ist auch selbst ein achter [König], aber entstammt den sieben, und es geht hin in [die] Vernichtung.
Fünf sind gefallen (Ägypten, Assyrien, Babylon, Medo Persien), einer ist ( Rom) der andere (Anglo Amerika) ist noch nicht gekommen (Zur Zeit von Johannes). Beachte auch das Standbild aus dem Traum von Nebokadnezar, dessen Deutung Daniel durch Gottes Hilfe erklären konnte. Beachte, dass es aus verschiedenen Materialien besteht, die von Daniel als Königreiche gedeutet wurden.
Das Haupt aus Gold war Babylon. Doch am besten liest du diese hoch prophetischen Worte am besten selbst. (Dan.2:31-45) Achte auch darauf, dass dieser herausgehauene Stein, der die Füße traf, das gesamte Standbild, also alle menschlichen Regierungen, vollständig vernichtet selbst aber, die ganze Erde erfüllen soll. Wenn sich alles durch die Zerstörung des Tempels erfüllt hätte, dann gäbe es nur noch das Königreich Gottes, denn die tausend Jahrherrschaft Jesu, die vorhergesagt ist, wäre schon Vergangenheit.
Zudem wurde 1914 Jesus erst einmal im Himmel als König eingesetzt. Seine (Michael ist sein Name als Engel) erste Amtshandlung wird in Offenbarung 12 beschrieben. Wenn man auch Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21 aus dieser Perspektive sieht, bleibt kein Zweifel, dass es auf die heutige Zeit genauestens zutrifft. Die Gegenwart (Parousia) Jesu, sein unsichtbares zweites Kommen steht kurz bevor. Die Zeichen der Zeit beweisen das.
Stefan
 
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Ulmabe » 15. Mai 2016, 15:20

Hallo,

ich schließe mich diesem Posting an, weil ich einige Fragen von Giesi nicht beantwortet sehe, die ich aber selbst gern beantwortet hätte.
Eigentlich bin ich verstandesmäßig recht weit in meiner Überzeugung gewachsen, dass die Trinität Unsinn ist. Doch mein Gefühl bindet mich an die jahrzehntelange Tradition und jede Bibelstelle, die ich nicht erklärt bekomme (verstehen kann) läßt mich zweifeln, ob es richtig ist, dass ich die Trinität abzulehnen bereit bin.

Als Erklärung:
Ich war jahrzehntelang gläubige römisch-katholische Christin und lernte 2012, dass ich keineswegs zu Toten (Maria, Josef, proklamierte Heilige u.v.m.) beten darf, um sie um Hilfe und Beistand zu bitten. Tote sind tot und können nicht uns Lebenden helfen. Auch Maria hätte keine Sonderstellung. Ich trat aus der katholischen Kirche aus und suchte eine neue Glaubensgemeinschaft auf.
Ende 2012 lernte ich aus der Schrift (die ich in dem Jahr angefangen hatte zu lesen), dass das Heil unverlierbar ist, so dass ich erneut die Glaubensgemeinschaft wechselte.
2013 lernte ich, dass die Schrift bestimmte Vorgaben macht für Frauen und ihr Verhalten (Beten nur mit Kopfbedeckung, kein Reden während der Versammlungsstunden), so wechselte ich erneut die Glaubensgemeinschaft und zog 2014 zu der neuen Versammlung.
2015 ereignete sich ein tragischer Unfall meines damals 5jährigen Sohnes, der mir in aller Deutlichkeit zeigte, dass die familiäre Unterstützung durch die Glaubensgemeinschaft versagte und ich - im Nachhinein - doch besser weltliche Hilfe beim Jugendamt eingefordert hätte. Dies brachte mich noch intensiver zum Studium der Bibel und hinterfragen dessen, was die Brüder lehrten.
Wenn ich Fragen bezüglich der Schrift hatte und scheinbare Widersprüche fand, dann wurde es mir oft so erklärt, dass ich es noch nicht verstehen kann, weil ich jung im Glauben wäre. Gerade im Hinblick auf "Söhne Gottes" im AT, dass Richter ebenfalls "Gott" genannt wurden, dass Jesus immer wieder betont, er könne nichts aus sich tun oder dass der Vater größer als er ist, dass laut Kolosser Jesus der Schöpfer der Erde, Tiere und Menschen ist, aber laut 1.Mose Gott der Schöpfer ist - und Gott ja Sohn, Vater und Geist, also doch nicht Jesus allein der Schöpfer ist.
Auf der einen Seite wurde mir immer und immer wieder erklärt, dass die Bibel wortwörtlich zu verstehen ist.
Dann nahm ich sie wortwörtlich und fragte wegen des Schöpfungsberichtes, da wortwörtlich unser Weltbild nicht mit dem Schöpfungsbericht übereinstimmt, und erhielt zur Antwort, ich dürfe das nicht wortwörtlich sehen, sondern müsse beachten, dass der Bericht mit den Augen eines Menschen geschrieben worden ist und zudem mit der Sprache damals, so dass es etwas anderes bedeutet als da steht.

Verunsichert fing ich an nach einer anderen Glaubensgemeinschaft zu suchen, die echter Beistand ist und wo die Gemeindemitglieder sich die Zeit nehmen die Geschwister im Glauben aufzusuchen im Gespräch. Eigentlich kannte ich da nur die Zeugen Jehovas. Es brauchte ein halbes Jahr, bis ich den Mut fand sie anzusprechen auf eine Bibel hin - ich wollte sehen, ob ihre Bibel wirklich falsch ist und Stellen abgeändert oder gestrichen wurden, um die Sohnschaft Jesu zu streichen. Sie gaben mir ein Begleitheft mit. Ich fing an zu lesen, ihre Zitate in der Bibel nachzuschlagen und musste erschreckenderweise für mich feststellen, dass die Bibel tatsächlich genau das aussagte, was sie schrieben: Jesus hatte sich selbst immer als Sohn bezeichnet, nie als Gott.

Im Internet fand ich diese Homepage mit dem Forum, wo sehr schön und anschaulich verdeutlicht wird, dass Jesus kein Gott ist, dennoch fehlen mir bei einigen Bibelstellen noch die Erklärungen. Bevor ich erneut meiner Glaubensgemeinschaft endgültig den Rücken kehre und meinen drei Kindern wieder einen Neuanfang zumute, möchte ich ganz sicher sein, dass die Trinitätslehre falsch ist.
Vor zwei Jahren habe ich Gott (Jesus) gedankt, dass er uns in Hamm eine Heimat gegeben hat, wo wir endlich zur Ruhe kommen können. Dass wir nun eine Glaubensgemeinschaft gefunden haben, in der wir wohl behütet sind. Und nun schon wieder ein Irrtum?
Von 2011 bis 2016 haben wir neun Glaubensgemeinschaften "durchgemacht", allein im Jahr 2012 fünf.
Alle nannten sich christlich - alle lehrten die Trinität, was für mich selbstverständlich schien als Grundlage für den christlichen Glauben.

Nun meine Fragen, die ich noch nicht verstehen kann. Sollten sie schon anderswo beantwortet sein, freue ich mich über einen entsprechenden Link.

1. Johannes 2,25 "denn er wusste selbst, was im Menschen war"
Was im Menschen ist, kann doch nur Gott wissen?

2. Philipper 3,21 "der unseren Leib der Nichtigkeit umgestalten wird"
Um unseren Leib umzugestalten, bedarf es doch schöpferischer Macht und die hat nur Gott?

3. Hebräer 1,2 Dass Jesus in Hebräer als Schöpfer vorgestellt wird, als Sohn durch den Gott alles erschaffen hat, kann ich noch immer nicht in Einklang bringen mit 1. Mose, wo Gott (allein) alles erschaffen hat durch sein Wort (aber nicht den Menschen, den hat Gott nicht durch Wort sondern durch Werk erschaffen und seinen Atem).
Hier hätte ich eben gedeutet, dass Gott Jesus gezeugt hat (wie auch immer ein Gott ohne einen anderen ein Wesen zeugen kann und sich dann dennoch nicht als Zwitter vorstellt sondern als Vater?) und hernach Jesus, der bei ihm wohnte von Anbeginn an, die Macht gab zu erschaffen und den Auftrag gab: Lasst uns Menschen machen - und Jesus tat es im Auftrag (durch Gott). So wäre dann alles durch Jesus erschaffen worden, der als Geistwesen bereits beim Vater wohnt/lebt und vor der Schöpfung da ist.
Aber da setzt es dann bei mir wieder aus, wenn ich mir vorstelle, dass ein "erwachsener Geist" durch Gottes Willen in Maria eingepflanzt wird und dort als leiblicher Mensch heranreift...

4. Matthäus 18,20 "da bin ich in ihrer Mitte"
Wenn zwei oder drei in Jerusalem versammelt sind oder in Nazareth oder in Rom - da ist Jesus in ihrer Mitte, also muss Jesus ja allgegenwärtig und allwissend sein, da er wissen muss, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind und zusätzlich auch gleichzeitig an den verschiedenen Orten sein zu können. Allgegenwärtig und allwissend ist aber nur Gott?

5. 1. Korinther 1,2 "die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort"
Ist anrufen jetzt nicht anbeten? Also beten die Katholiken doch nicht Maria und andere an?
Aber wenn ich in Rom Jesus anrufe, dann in Athen, Korinth, Prag, New York usw. und zur gleichen Zeit, was dann? Ist Jesus einer, den man gemäß Paulus anruft, obwohl man weiß es ist zwecklos, weil Jesus ja nur über eine Leitung erreichbar ist (ich kann als Mensch keine tausend Telefonate gleichzeitig führen und warum sollte ich später als gewandelter Mensch tausend Gespräche gleichzeitig führen können?) und somit ist es eigentlich Unfug Jesus anzurufen, weil er es sowieso nicht hört und nicht antwortet bzw. der eine, den er hören kann, hat dann Glück gehabt?
Oder anerkennt Paulus, dass Jesus angebetet werden und angerufen werden darf und sogar antworten kann, egal wieviele von wo anrufen, weil Jesus allmächtig ist? Allmächtig ist aber nur Gott?

6. Johannes 14,13 "was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun"
Johannes 14,14 "Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun"
Darf ich in dieser Stelle davon ausgehen, dass Jesus meinte: "Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen..."? Es wäre ja widersinnig, wenn er sagen würde "Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen".
An anderer Stelle teilt er nun mit: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben (Johannes 16,23)
Meinte Jesus mit "bitten werdet" nur die Zeit, als er unter ihnen lebte und sie ihn persönlich bitten konnten?
Also war das ausschließlich an seine Jünger vor Ort gemeint und gar nicht für uns, also sind unsere heutigen Bittgebete im Namen Jesu völlig verkehrt?
Oder gilt es auch noch heute für uns? Damit wäre aber wieder ein Hinweis auf Jesu Allgegenwart gegeben, der ja (um zu tun, um was in seinem Namen gebeten wird) überall sein muss? Allgegenwärtig ist nur Gott?


Ich stehe noch am Anfang der "neuen Erkenntnis". Bislang gab es erst ein Gespräch mit einer Glaubensschwester (ist sie es wirklich?), die mir einige Bibelstellen nannte, die auf Jesus als Gott hinweisen sollten. Jedoch musste ich ihr insbesondere an einer Bibelstelle belegen, dass wir, spätestens wenn wir gestorben sind und verwandelt, alle Götter sind, wenn Jesus Gott ist.
Johannes 17,11 bedeutet, dass wir als Gläubige so Eins sein sollen wie Jesus mit dem Vater Eins ist. Kann ich mir nicht vorstellen, wie Millionen von Gläubigen Eins sind und somit in völliger Übereinstimmung...
Doch Johannes 17,21 sagt, dass wir eins sein sollen im Vater und Sohn. Wenn also das Eins-Sein von Vater und Sohn bedeutet, dass Jesus = Gott, dann bedeutet Eins-Sein von Gläubigen und Vater-Sohn = Gott. Somit wird aus der Trinität eine Vielgötterei, was uns den fernöstlichen Religionen nahe bringt, die sagen, eines Tages werden alle Seelen gottgleich/göttlich sein.

Wenn aber Jesus KEIN Gott ist, dürfen wir dann sprechen/beten: "Guten Morgen, Herr Jesus, bitte segne uns für den heutigen Tag." "Herr Jesus, bitte segne unser Essen." ?
Wenn wir im Namen Jesu um etwas bitten sollen, müssen wir dann beten: "Vater, im Namen Jesu bitte ich dich um deinen Segen für den heutigen Tag" "Im Namen Jesu bitte ich um deinen Segen für das Essen, Vater" ?
Oder dürfen/sollen wir beten "Vater, bitte segne unseren heutigen Tag." "Vater, bitte segne unser Essen."?

Ich bin sehr verunsichert und meine Kinder spüren dies allzu deutlich.

Ich hoffe, dass ihr meine Fragen beantworten werdet und ich mehr Klarheit und Sicherheit bekomme für den neuen Weg.

Viele Grüße
Ulrike
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Ulmabe » 30. Mai 2016, 13:37

Hallo, nun sind zwei Wochen vergangen, doch meine Fragen noch nicht beantwortet. Bitte nehmt euch die Zeit mir die Stellen zu erklären. Ich habe niemanden, den ich fragen kann. Denn alle ehemaligen Freunde, Verwandte und Bekannte sind Trinitarier oder Andersgläubige.

Frage 3 wegen der Schöpfermacht Jesu habe ich vor mir geklärt. Aber das wird wohl von jedem so ausgelegt werden, wie er insgesamt auf Jesus blickt. Ein Geistgeschöpf Jesus, der bei seiner menschlichen Geburt all seine Erinnerungen verloren hat, ist mir so bizarr wie ein Gott, der als menschlicher Säugling geboren wird.

Alle anderen Fragen verstehe ich immer noch nicht. Ich glaube nun nicht mehr daran, dass Jesus ein Gott sein musste, damit er die Sünden aller Menschen tragen konnte. Aber wie sind dann die Bibelstellen zu verstehen, wo er scheinbar als allmächtig und allgegenwärtig dargestellt wird?
Viele Grüße
Ulrike
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon BC Editor » 30. Mai 2016, 16:46

Hallo,
komme leider erst jetzt dazu, zu antworten ....
Ulmabe hat geschrieben:1. Johannes 2,25 "denn er wusste selbst, was im Menschen war"
Was im Menschen ist, kann doch nur Gott wissen?

Dass Jesus (wie etwa auch Petrus z.B. in der Sache mit Aananias u.Sapphira) bestimmte Dinge wußte, die mittels der natüelichen Sinneswahrnehmung nicht zu wissen waren, liegt darin begründet, dass Gott ihm diese Informationen mittels Offenbarung zeigte.
Ulmabe hat geschrieben:2. Philipper 3,21 "der unseren Leib der Nichtigkeit umgestalten wird"
Um unseren Leib umzugestalten, bedarf es doch schöpferischer Macht und die hat nur Gott?

Hier würde ich davon ausgehen, dass entweder diese Macht dem nun verherrlichten Messias Jesus von Gott übertragen ist, oder es sich bei dieser Beschreibung einer Umgestalung um etwas handelt, was z.B. keiner schöpferischen Macht bedarf ...
Ulmabe hat geschrieben:3. Hebräer 1,2 Dass Jesus in Hebräer als Schöpfer vorgestellt wird, als Sohn durch den Gott alles erschaffen hat, kann ich noch immer nicht in Einklang bringen mit 1. Mose, wo Gott (allein) alles erschaffen hat durch sein Wort (aber nicht den Menschen, den hat Gott nicht durch Wort sondern durch Werk erschaffen und seinen Atem).

Ich empfehle meine kleine Studie "Hebräer 1,1-4" (http://www.bibelcenter.de/bibel/studien ... b1_1-4.php)
Ulmabe hat geschrieben: 4. Matthäus 18,20 "da bin ich in ihrer Mitte"
Wenn zwei oder drei in Jerusalem versammelt sind oder in Nazareth oder in Rom - da ist Jesus in ihrer Mitte, also muss Jesus ja allgegenwärtig und allwissend sein, da er wissen muss, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind und zusätzlich auch gleichzeitig an den verschiedenen Orten sein zu können. Allgegenwärtig und allwissend ist aber nur Gott?

Jesus kann auch mittels seiner Lehre "in ihrer Mitte sein" .... vgl. etwa Kol 3,16 "Lasset das Wort Christi reichlich in (bzw. unter) euch wohnen ..."
Ulmabe hat geschrieben:5. 1. Korinther 1,2 "die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort"
Ist anrufen jetzt nicht anbeten? Also beten die Katholiken doch nicht Maria und andere an?

Ich würde "anrufen" im biblischen Sinne nicht zwingend als "anbeten" verstehen .... hier erscheint mir "die den Namen des Herrn Jesus anrufen" als eine andere Umschreibung des gleichen Sachverhalts wie "die Jesus als ihren Herrn bekannt haben" (vgl. Röm 10,9-10)
Ulmabe hat geschrieben: 6. Johannes 14,13 "was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun"
Johannes 14,14 "Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun"
Darf ich in dieser Stelle davon ausgehen, dass Jesus meinte: "Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen..."? Es wäre ja widersinnig, wenn er sagen würde "Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen".

So würde ich das zumindest verstehen ... ein solches Verständnis produziert zumindest keine Widersprüche und steht in Einklang mit anderen biblischen Aussagen
Ulmabe hat geschrieben:Ich hoffe, dass ihr meine Fragen beantworten werdet und ich mehr Klarheit und Sicherheit bekomme für den neuen Weg.

Entschuldige die etwas kurze Art der Antwort ... ich hoffe dennoch, dass sich die Anmerkungen als hilfreich erweisen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon AlTheKingBundy » 30. Mai 2016, 17:48

Hallo,

nur kurz zur Allwissenheit Gottes. Ist Jesus allwissend?

Mat 24,36: Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.

Offb 1,1: Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss;...

Gott gibt sein Wissen weiter, wem er will. Engel, Propheten oder seinem geliebten Sohn.
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Ulmabe » 6. Juni 2016, 22:42

Danke für eure Antworten!
Unter Gebet habe ich nun ein gutes Stück mehr Klarheit auch durch eure Antworten erhalten!
Viele Grüße
Ulrike
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Stefan » 30. Juni 2016, 21:57

AlTheKingBundy hat geschrieben:Hallo,

nur kurz zur Allwissenheit Gottes. Ist Jesus allwissend?

Mat 24,36: Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.

Offb 1,1: Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss;...

Gott gibt sein Wissen weiter, wem er will. Engel, Propheten oder seinem geliebten Sohn.


Dem stimme ich voll und ganz zu, weil das die Bibel wirklich lehrt. Und wenn jemand die Bibel unvoreingenommen liest, kann er auf kein anderes Ergebnis kommen als, dass Jesus der ,,Sohn" des lebendigen Gottes ist. Beachte auch, was hier zu lesen ist:
1. Korinther 20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart. 24 Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.
Ist das nicht ein eindeutiger Beweis, dass Jesus nicht gleich Gott ist?
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Lydie » 11. August 2016, 08:16

Nach der Trinitätslehre scheint Jesus nur ein Mensch zu sein, aber in seinem Persönlichkeitszentrum ist er in Wirklichkeit Gott. Weil, so sagt man: Jesus ist "Mensch", aber nicht "ein Mensch". Wenn Jesus also in Wirklichkeit Gott ist, dann müsste er unsterblich gewesen sein. Gott kann nicht sterben! Wenn es am Kreuz aber keine tote Person gab, dann haben wir auch keinen Erlöser!
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Re: Jesus ist Gott

Beitragvon Sola_Scriptura » 14. August 2016, 00:43

Die Trinitätslehre wird hier zu Recht abgelehnt, da nachweislich unbiblisch. Jesus hätte sich niemals als Gott im Sinne eines übernatürlichen Wesens bezeichnet; Allenfalls als Elohim. Außer im Schöpfungsbericht (Gen. 1.1-2.4) sind mit diesem Wort aber immer normale Menschen gemeint, mit besonderem Wissen und Autorität. Und das trifft insbesondere auf Jesus zu.

1. Mose 1, 26
Wie kommt Gott dort auf die Formulierung: "Lasst UNS einen Menschen machen".
Moment, Gott ist doch nur einer? Ja, aber in seiner Gottheit ist er Plural: Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Oder wie erklärt ihr sonst, dass Gott mit sich in der Pluralform spricht?


Ganz einfach: Elohim ist ein Pluralwort. Dass damit Jesus und/oder der heilige Geist gemeint sein soll, ist die mit Abstand ungeschickteste Erklärung. Dreifaltigkeitsideen sind heidnischen Ursprungs und den Bibelautoren völlig unbekannt.

Es heißt auch nicht "Lasst uns einen Menschen machen", sondern "Lasst uns Menschen machen". Auch hier wieder ein Pluralwort. Nicht nur ein Mensch, sondern eine ganze Menschenpopulation wird erschaffen; Immerhin zahlreich genug, um innerhalb des 6. Zeitraums die ganze Erde zu besiedeln (Gen. 1.28). Von Anfang an sind beide Geschlechter vertreten. (Gen. 1.27).
Mit freidenkerischen Grüßen
Sola_Scriptura
 
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