Weihnachtslieder

Austausch zu Fragen bzgl. der Trinitätslehre

Weihnachtslieder

Beitragvon Shoshanyah » 25. Dezember 2013, 10:44

Liebe Leser

Vor Kurzem bekam ich einen Rundbrief von Stefan Gerber worin er schrieb, und da möchte ich mich anschliessen und anmerken er ist nicht alleine der dies bemerkt hat;

"ist es nur mein persönliches Empfinden, oder wird in der Tat in diesem Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit mehr als sonst davon geredet, dass Gott Mensch geworden sei? Da ist vom "heruntergekommenen Gott" die Rede, davon, "dass Gott seinen herrlichen Thron verlassen habe und für unsere Sünden in den Tod gegangen" sei, von "der Menschwerdung Gottes" und ähnliches mehr. Gott wird somit seines Sohnes beraubt und erniedrigt, zudem wird er zum Lügner gemacht und der Vergänglichkeit, dem Tod, preisgegeben." Zitat Ende

So kam mir auch das bekannte Whn-Lied "vom Himmel hoch da komm ich her" zu Ohren. Habt ihr gewusst das Luther der Texter dieses Liedes war?
Hab jetzt mal die Strophen gelesen, na sowas von trinitarisch!!! Hier eine Kostprobe;

1. Vom Himmel hoch, da komm ich her. (wer?)
Ich bring' euch gute neue Mär, (ein Märchen? Absolut!)
Der guten Mär bring ich so viel, (ja viel zu viel!)
Davon ich singn und sagen will.

3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,
Der will euch führn aus aller Not,
Er will eu'r Heiland selber sein,
Von allen Sünden machen rein.

9. Ach, Herr, du Schöpfer aller Ding,
Wie bist du worden so gering,

Daß du da liegst auf dürrem Gras,
Davon ein Rind und Esel aß!

Wir sehen, schon als Kind wurde unsre Vorstellungskraft einer Dreieinigkeit mit solchen Liedern geprägt!

Deshalb finde ich das neue Schulgesetz dass sie 2014 bei uns in der Schweiz einführen, gar nicht so schlecht. Zukünftig werden nämlich weihnachtliche Theateraufführungen od. Weihnachtssingen aufgehoben resp. verboten.

Zwar wird das dem Stand der Tradition, Weihnachten zu feiern keinen Abbruch tun, aber immerhin...

Vlt. kann man auch besser verstehen weshalb sich einige so schwer tun sich von Traditionen und falschen Gottesbildern zu lösen.

Liebe Grüsse Shoshanyah
Shoshanyah
 
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Re: Weihnachtslieder

Beitragvon BC Editor » 25. Dezember 2013, 13:01

Hallo
Shoshanyah hat geschrieben:Vor Kurzem bekam ich einen Rundbrief von Stefan Gerber worin er schrieb, und da möchte ich mich anschliessen und anmerken er ist nicht alleine der dies bemerkt hat;
"ist es nur mein persönliches Empfinden, oder wird in der Tat in diesem Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit mehr als sonst davon geredet, dass Gott Mensch geworden sei? Da ist vom "heruntergekommenen Gott" die Rede, davon, "dass Gott seinen herrlichen Thron verlassen habe und für unsere Sünden in den Tod gegangen" sei, von "der Menschwerdung Gottes" und ähnliches mehr. Gott wird somit seines Sohnes beraubt und erniedrigt, zudem wird er zum Lügner gemacht und der Vergänglichkeit, dem Tod, preisgegeben." Zitat Ende

also ich würde dazu anmerken, dass es in den vergangenen Jahren (vermutlich Jahrzehnten? Jahrhunderten ?) sicherlich nicht viel anders war. Von daher halte ich das eher für ein "persönliches Empfinden", vermutlich weil man aufgrund eigener Beschäftigung mit der Thematik Trinität selbst sensibler für das geworden ist, was man um sich herum hört und sieht.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Weihnachtslieder

Beitragvon BC Editor » 25. Dezember 2013, 13:13

Hallo
Shoshanyah hat geschrieben:Wir sehen, schon als Kind wurde unsre Vorstellungskraft einer Dreieinigkeit mit solchen Liedern geprägt!

Deshalb finde ich das neue Schulgesetz dass sie 2014 bei uns in der Schweiz einführen, gar nicht so schlecht. Zukünftig werden nämlich weihnachtliche Theateraufführungen od. Weihnachtssingen aufgehoben resp. verboten.

warum sollte so etwas verboten werden? ist der Grund für das Verbot, Christen der biblischen Wahrheit näher zu bringen? oder gibt's da eine ganz andere Agenda? warum dürfen Menschen nicht mehr die Freiheit haben, die Feste zu feiern und Traditionen zu beachten, mit denen sie aufgewachsen sind? Stellen diese Feste und Traditionen eine Gefahr für Leib und Leben anderer dar, so dass das Gemeinwohl verlangen würde, diese zu verbieten?

All die falsche Lehre über einen "Gott, der vom Himmel herunter gekommenen und Mensch geworden ist" und das nervige "Dumherum" der verschiedenen religiösen Traditionen zu dieser Jahreszeit bieten mir immer wieder einige Möglichkeiten, in Gesprächen auf die Geburt des Messias Jesus hinzuweisen und dabei auch hervorzuheben, dass die biblischen Berichte oftmals gar nicht das sagen, was man gemeinhin als angeblich "biblische Botschaft" zu hören bekommt. Konnte schon einige Leute mal dazu bewegen, tatsächlich die biblischen Berichte zu lesen ... bzw. bei der Predigt in der Kirche aufmerksam zu sein und mal kritisch der Botschaft Gehör zu schenken, um dann selbst zu bestimmen, was denn mehr oder minder "Märchen" bzw. biblische Wahrheit ist.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Weihnachtslieder

Beitragvon Shoshanyah » 25. Dezember 2013, 14:31

Lieber Wolfgang

Wenn dich der offizielle Grund interessiert kannst du es hier nachlesen; http://www.20min.ch/schweiz/news/story/ ... --26726221" onclick="window.open(this.href);return false;

Mir ist natürlich schon klar das man eine Weltreligion in Aussicht hat und solche Schritte erstmal getan werden müssen... ich unterstütze in keinem Fall die Machenschaften dieser Welt.

Aber ich sehe es auch so, solange ein christliches Fest, wenn auch falsch, gefeiert wird, unsereinen die Möglichkeit hat, überhaupt Interessierte Suchende auf gewisse Themen anzusprechen. Auch ich erhielt die Möglichkeit zu säen und ich freue mich schon auf ein weiteres Gespräch mit dieser Person, welche unbedingt mehr wissen möchte!

Sei gegrüsst
Shoshanyah
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Re: Weihnachtslieder

Beitragvon Markus » 25. Dezember 2013, 15:51

Hallo Shoshanyah!

ich denke mal, dass man es mittlerweile in einigen trinitarisch ausgerichteten Kreisen gemerkt hat, dass es Menschen gibt, welche aus Glaubensgründen und innerer Überzeugung das falsche Dogma Gott sei Mensch geworden, oder habe sich seiner Gottheit entäußert in Frage stellen. Vielleicht betont man auch deswegen und diesen Abweichlern zum Trotz diese Dinge und lässt dann natürlich auch die entsprechenden Lieder singen.

Es mag aber so sein, wie Wolfgang schrieb, dass das innere Gemerk durch die Beschäftigung mit der Trinitätslehre sensiblisiert worden ist, sowohl auf unserer als auch auf der anderen Seite. Also sowohl bei den GOTT ist EINER Leuten, als auch bei den Trinitariern. Die Ersteren können dann diese Lieder aus inneren Gründen gar nicht mehr singen, die Letztern singen sie umso Überzeugter.

Bei Martin Luther steht der Gedanke der Inkarnation oder Fleischwerdung des ewigen Sohnes ganz im Mittelpunkt seines Verständnisses. Deswegen kommt dies auch in seinen Liedern zum Ausdruck, insbesondere in seinen Weihnachtsliedern. Wenn man genau darauf achtet, dann wimmelt es aber nicht nur in den Weihnachtsliedern, von unbiblischen Ausssagen und Formuierungen. Nur dass diese in den Weihnachtsliedern ein besonderes Ausmaß annehmen und angenommen haben.

Herzliche Grüße Markus
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Re: Weihnachtslieder

Beitragvon BC Editor » 27. Dezember 2013, 19:20

Hallo Markus
Markus hat geschrieben:ich denke mal, dass man es mittlerweile in einigen trinitarisch ausgerichteten Kreisen gemerkt hat, dass es Menschen gibt, welche aus Glaubensgründen und innerer Überzeugung das falsche Dogma Gott sei Mensch geworden, oder habe sich seiner Gottheit entäußert in Frage stellen. Vielleicht betont man auch deswegen und diesen Abweichlern zum Trotz diese Dinge und lässt dann natürlich auch die entsprechenden Lieder singen

das mag durchaus der Fall sein, dass die traditionell trinitarischen Konfessionsgemeinschaften und Kreise bemerken, dass sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr kritische Stimmen gegen die Trinitätslehre erheben. Sobald Kritik gegen die Trinitätslehre laut wird, gibt es zumeist eine "Trotzreaktion" mit Predigten und Liedern, um die "Schäfchen" gegen derartige kritische Stimmen zu wappnen.
Markus hat geschrieben:Es mag aber so sein, wie Wolfgang schrieb, dass das innere Gemerk durch die Beschäftigung mit der Trinitätslehre sensiblisiert worden ist, sowohl auf unserer als auch auf der anderen Seite. Also sowohl bei den GOTT ist EINER Leuten, als auch bei den Trinitariern. Die Ersteren können dann diese Lieder aus inneren Gründen gar nicht mehr singen, die Letztern singen sie umso Überzeugter.

Das mag vielerorts der Fall sein ...
Markus hat geschrieben:Bei Martin Luther steht der Gedanke der Inkarnation oder Fleischwerdung des ewigen Sohnes ganz im Mittelpunkt seines Verständnisses. Deswegen kommt dies auch in seinen Liedern zum Ausdruck, insbesondere in seinen Weihnachtsliedern. Wenn man genau darauf achtet, dann wimmelt es aber nicht nur in den Weihnachtsliedern, von unbiblischen Ausssagen und Formulierungen. Nur dass diese in den Weihnachtsliedern ein besonderes Ausmaß annehmen und angenommen haben.

Luther hat bzgl. mancher biblischer Themen eine "Reformation" in Gang gesetzt und sich bestimmte Verdienste zur Verbreitung der Bibel unter dem gewöhnlichen Volk erworben, aber andererseits hielt er auch an einigen Dogmen fest, wie etwa an der Trinitätslehre.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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