Die (All)Gegenwart GOTTES Wahrheit oder Irrtum

Austausch zu Fragen bzgl. wahrem Gott und anderen Göttern

Die (All)Gegenwart GOTTES Wahrheit oder Irrtum

Beitragvon Markus » 22. Oktober 2013, 11:54

Durch den Propheten Jeremia sprach GOTT (JHWH) einst die folgenden Worte:

"Oder kann sich jemand im Schlupfwinkel verbergen, dass ICH ihn nicht sähe, spricht JHWH (DER HERR)Bin ICH es nicht, DER den Himmel und die Erde erfüllt." Jeremia 23,24.

Ich plädiere dafür den Text unabhängig vom Weltbild der damaligen Zeit als Aussage GOTTES über SEINE echte Gegenwart im Himmel (Universum) und auf Erden zu deuten. Das Sehen eines Menschen im Schlupfwinkel bringt zwar die Tätigkeit des Sehens GOTTES von Außen zum Ausdruck, aber auf der anderen Seite sagt GOTT sehr klar, dass ER den Himmel und die Erde erfüllt. GOTT füllt also Himmel und Erde (das Universum) aus. Aber GOTT ist nicht gleichzusetzen mit dem Himmel und der Erde.

Wie kann es sein, dass GOTT Himmel und Erde erfüllt und denoch den einzelnen Menschen in seinem jeweiligen Versteck wie von Oben herab sieht. GOTT befindet sich, auch wenn ER Himmel und Erde erfüllt, in einer höheren Dimension, welche Himmel und Erde erfüllt. Paulus glaubte in Übereinstimmung mit bestimmten griechischen Philosophen, dass alle Menschen in GOTT leben, weben und sind und zwar unabängig von dem Ort an dem sie sich befinden.

"Denn in IHM(GOTT) leben, weben und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben, denn wir sind auch sein Geschlecht." Apostelgeschichte 17,28

Paulus muss diese Wahrheit dem Psalm 139 entnommen haben, in welchem es heißt:

"Von hinten und von vorne hast DU mich umschlossen, DU hast DEINE Hand auf mich gelegt." David ist sich bewusst, dass GOTT ihn umgibt wie die Luft und dass GOTT ihn leitet Psalm 139,5 "Wohin sollte ich gehen vor DEINEM Geist und fliehen vor DEINEM Angesicht." Psalm 139,7 David hat erkannt, dass GOTTES Geist und GOTTES Angesicht (Gegenwart) dasselbe sind und dass man sich letztlich von GOTT nie entfernen kann. "Stiege ich zum HImmel hinauf, so bist DU da. Bettete ich mich in den Scheol, so bist DU auch da. Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äussersten Ende des Meeres, auch dort würde DEINE Hand mich leiten und DEINE Rechte mich fassen." Psalm 139,9-10

David sagt hier, dass GOTT ihn mit SEINER Rechten fassen wird, wo immer er sich auch befinden wird. Salomo war einer der weisesten Menschen, die je gelebt haben. Gemäss der heiligen Schrift wird er nur noch von Jesus Christus übertroffen. Bei der Tempelweihe rief Salomo betend aus.

"Aber sollte GOTT wirklich auf Erden wohnen: Der Himmel und der Himmel der Himmel können Dich nicht fassen, wie sollte es denn dieses Haus tun, welches ich gebaut habe." 1.Könige 8,27. Wörtlich heißt es: die Himmel und die Himmel der Himmel als Gefäß fassen sie DICH nicht."

Der hebräische Text spricht hier von den höchsten und und ausgedehntesten Himmeln als von Gefäßen. Aber diese Himmel sind nicht das Gefäß GOTTES.
Es ist vielmehr umgekehrt: GOTT ist das Gefäß für alle, auch für den höchsten und ausgedehntesten HImmel.

Dies bedeutet, dass GOTTES Gegenwart grenzenlos und unendlich ist.

Liebe Grüße Markus
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Re: Die (All)Gegenwart GOTTES Wahrheit oder Irrtum

Beitragvon Markus » 26. Oktober 2013, 12:06

Weil auch Trinitarier oft von der Allgegenwart GOTTES ausgehen und sich dabei auf die gleichen Bibelstellen beziehen, gibt es evangelikale Unitarier, also echte Monotheisten, welche diese biblische Wahrheit ablehnen.

Zum Beispiel mit dem Argument, die Aussage GOTT ist 'GEIST in Johannes 4,24 spreche nicht von der Beschaffenheit und dem Wesen GOTTES, sondern lediglich von dem was von GOTT, welcher als Körper gedacht wird ausgeht. Doch die Bibel lehrt beide Wahrheiten. GOTT ist GEIST, was sich auf die grundsätzliche Substanz SEINES Wesens bezieht und ER lässt Geist von SICH ausgehen, geht aus SICH heraus und wird nach außen wirksam.

Das trinitarische Verständnis der Allgegenwart GOTTES unterscheidet sich aber von dem Verständnis der Allgegenwart GOTTES, welches andere Theisten und Unitarier haben, welche die Allgegenwart GOTTES vertreten. Denn Trinitarier glauben bezüglich der Allgegenwart GOTTES zwei Dinge, dass GOTT in einem jeden Kubikzentimeter des Raumes, in der ganzen Fülle SEINER GOTTHEIT da ist. Das rechte Verständnis der GOTTHEIT bindet aber das Wesen bezw das Bewusssein GOTTES an SEINE Allgegenwart. GOTT ist ohne Grenzen gegenwärtig und diese unendliche Präesenz ist an SEINE Existenz und SEIN Wesen gebunden.

Es gibt einen Grund warum Vertreter der Trinitätslehre die Allgegenwart GOTTES so lehren, dass GOTT an jedem Punkt des gesamten Universums mit SEINER ganzen GOTTHEIT da sein soll. Es hat mit dem Verständnis der Offenbarung und der soenantnen Fleischwerdung zu tun. Denn wenn Jesus Christus für die Vertreter der Trinitätslehre wahrer Gott ist, dann hatte er ja einen begrenzten Körper, der nur einen bestimmten Raum ausfüllte und war ganz offensichtlich nicht allgegenwärtig.

Liebe Grüße Markus
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Re: Die (All)Gegenwart GOTTES Wahrheit oder Irrtum

Beitragvon BC Editor » 30. Oktober 2013, 09:08

Hallo Markus,
Markus hat geschrieben: ...
Wie kann es sein, dass GOTT Himmel und Erde erfüllt und denoch den einzelnen Menschen in seinem jeweiligen Versteck wie von Oben herab sieht. GOTT befindet sich, auch wenn ER Himmel und Erde erfüllt, in einer höheren Dimension, welche Himmel und Erde erfüllt.
...

ich denke, dass in den biblischen Schriften GOTT in bestimmten Aussagen sozusagen menschliche Eigenschaften / menschliche Handlungsweisen zugeschrieben werden, wobei diese jedoch nicht im buchstäblichen / wörtlichen Sinne zutreffen, sondern wobei es sich um die Redefigur Condescensio/Herablassung handelt, die dazu dient, dem Leser eben diese Sachverhalte mit einer besonderen Betonung zu vermitteln.
Man vgl. etwa Aussagen über "den Arm" Gottes, oder dass Gottes "Augen" alles sehen ... Gott, der ja GEIST ist, hat im buchstäblichen Sinne weder "Arme" noch "Augen" noch "Ohren",etc. noch "geht" oder "schaut" ER in einem buchstäblichen Sinne etwa so, wie es bei uns Menschen im wörtlichen Sinne der Fall ist. Und doch wird deutlich, dass mit der Benutzung der Redefigur Condescensio in besonderer Weise betont wird, dass die durch die Nutzung dieser Begriffe ausgedrückten Inhalte auf GOTT in einer übertragenen Weise sehr wohl zutreffen.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Die (All)Gegenwart GOTTES Wahrheit oder Irrtum

Beitragvon Markus » 30. Oktober 2013, 18:20

Hallo Wolfgang!

Das sehe ich genauso. GOTT hat SEINE Wahrheit in einer Sprache offenbart, welche die Menschen verstehen können und aus der doch entnommen werden kann, dass es sich um eine bildhafte und vergleichende Rede handelt, die

Sowohl die Möglichkeiten auch Potenzialtiät GOTTES, SEINE Denken, SEINE Gedanken, SEINE Pläne, SEIN Wissen, aber auch SEIN schöpferisches, erhaltendes, erlösendes, und errettendes, eingreifendes und heiligendes Wirken sind vollkommen geistiger Art. GOTTES Wesen ist keine materielle Substanz oder sonstige leibliche Beschaffenheit, aber eben eine nicht fassbare, geistige, allgegenwärtige und komplexe Struktur.

Denoch aber ist die GOTT der Schöpfung, welche ER geschaffen hat nicht fern und dieselbe lebt und webt in IHM. Es gibt ja bezüglich der Schöpfung letztlich drei Theorien.

Entweder wird angenommen, dass GOTT aus dem absoluten Nichts geschaffen habe, oder es wird angenommen, dass GOTT aus schon existierender Materie geschaffen hat, oder aber es wird angenommen, dass die Schöpfung letztlich im buchstäblichen Sinn aus GOTT ist. Ich tendiere zu einem Kompromis zwischen Position 1 und 3. Von uns ausgesehen ist die Schöpfung aus dem Nichts. von GOTT her ist sie aus IHM, wenn auch verschieden von GOTT.

Die materielle Welt ist der Schaum auf dem Ozean des Geistes, welcher das Universum durchdringt. Das Geistige, oder auch die Informationswirkung (das Wort erzeugt Materie, aber das Geistige ist gleich wohl etwas und kein reines Vakuum. So erzeugt die schöpferische und erhaltende Kraft GOTTES die materielle Welt.

Liebe Grüße Markus
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