Gemeinde in Berlin

Austausch zu Fragen bzgl. der Gemeinde im biblischen Sinne

Gemeinde in Berlin

Beitragvon Majek » 8. Oktober 2013, 23:49

Sind Brüder und Schwestern von euch aus Berlin die sich treffen zum Bibellesen /studieren? Ich suche Gemeinschaft, aber bei mir sind in der Nähe eigentlich nur die Zeugen Jehovas die mit mir die "Antitrinität" teilen. Leider muss ich ihnen aber in vielen anderen Dingen widersprechen.

Hoffe ich schreibe im richtigen Teil des Forums.

Shalom
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Pht » 21. Oktober 2013, 19:31

Hallo Majek,

es gibt in Berlin einen Freundeskreis der ProBeatrice (http://www.probeatrice.ch ), die mit Dir die "Antitrinität" teilen. Vielleicht kannst Du dich auch mit den anderen Glaubensansichten dieser Gemeinschaft ja ein bisschen anfreunden - im Gegensatz zu den Lehren der Zeugen Jehovas.

Liebe Grüße
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Lydie » 2. Dezember 2013, 22:13

Das ist auch mein Problem, ich finde als Nichttrinitarierin keine Gemeinde, am nächsten stehen mir tatsächlich die Zeugen Jehovas, deren Lehren ich aber nicht ganz und gar folgen kann. Außerdem ist es mir zuwider, den "Treppenterrier" abzugeben. Und eine Gemeinschaft, die sich auf ein Tiefentrancemedium gründet....nein, das ist nichts für mich. In Berlin gibt es noch die Unitarier. Aber: Zum einen akzeptieren sie jede Glaubensrichtung, und das tue ich nicht. Zum anderen liegt die Gemeinde für mich so ziemlich am Ende der Welt. Ich hätte nicht gedacht, dass es in Berlin so schwer ist, das richtige zu finden. Ich überlege schon, wieder in die Kirche einzutreten. Ich muss aber zunächst mit jemandem sprechen, um zu klären, ob ich mit meinem Glauben überhaupt erwünscht bin.
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon BC Editor » 3. Dezember 2013, 13:04

Hallo

dass Christen, die nicht an die Trinitätslehre glauben, häufig von Gemeinden / Konfessionsgemeinschaften ausgeschlossen werden, ist nichts Neues. Ich denke, man sollte sowieso überlegen, ob man in einer derartigen Gruppe / Verein Mitglied werden oder bleiben will. Was ist denn so furchtbar, einem solchen Verein nicht mehr anzugehören? Man sollte froh sein, einer derartig diktatorischen Gruppe nicht mehr anzugehören und die Freiheit als an den Messias Jesus Glaubender in Anspruch nehmen und genießen.

Mehr noch, als an den Messias Jesus Glaubender gehört man doch bereits der Gemeinde Gottes, dem Leib Christi, als Glied an .... und ein Ausschluss aus einem irdischen Verein hat darauf doch gar keinen Einfluss! Warum in Panik geraten, weil man keinem "kirchlichen Verein" am oder in der Nähe des Wohnorts angehört? Ohne derartige Bande ist man wenigstens frei, sich mit anderen christlichen Gläubigen, anderen Gliedern der biblischen Gemeinde Gottes, zu treffen und mit ihnen Gemeinschaft zu haben, ganz gleich, ob sie nun dem gleichen Verein oder der gleichen Konfessionsgemeinschaft oder Amtskirche angehören oder nicht.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Lydie » 3. Dezember 2013, 22:20

Hallo lieber Wolfgang, ich würde dir nur zu gerne zustimmen. Aber was ist mit Gottesdiensten, mit Taufe? Wer nimmt mir eine Beichte ab? Ist es falsch, nicht an einem Abendmahl teilzunehmen?
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon BC Editor » 4. Dezember 2013, 09:26

Hallo,
Lydie hat geschrieben:Hallo lieber Wolfgang, ich würde dir nur zu gerne zustimmen. Aber was ist mit Gottesdiensten, mit Taufe? Wer nimmt mir eine Beichte ab? Ist es falsch, nicht an einem Abendmahl teilzunehmen?

ich würde sagen, dass sich Deine Fragen vermutlich aufgrund bisheriger Erfahrungen und Lehren aus der Kirche/Gemeinde/Konfessionsgemeinschaft ergeben, welcher Du zuvor angehört hast. Dort wird meist in der Lehre bzgl. des praktischen "Gemeindelebens" viel Gewicht auf die Teilnahme an "Gottesdiensten", auf eine bestimmte Form der "Taufe", auf eine "Beichte" (kenne ich eher nur bei RKK), und auf "Abendmahl" gelegt, wobei dann diese Elemente genutzt werden, um gewissermaßen "Gemeinde" für die Mitglieder zu "definieren".

Vgl. z.B. Röm 12,1ff im Hinblick auf biblische Lehre zum Thema "Gottesdienst" ... dort wird "vernünftiger Gottesdienst" völlig anders definiert als "sonntägliche Teilnahme an einem Vereinstreffen".
Auch im Hinblick auf "Taufe" lernen wir aus den NT Schriften, dass es nun eigentlich gar nicht mehr um irgendeine bestimmte Form von "Wassertaufe Ritual" geht, sondern dass ein jeder an Jesus Christus Glaubende nunmehr vom Herrn mit heiligem Geist "getauft" und so Glied des Leibes Christi wird (vgl. 1Ko 12,13)
Bzgl. "Beichte" lesen wir nirgends etwas in der Bibel davon, dass wir als NT Gläubige gegenüber einem Pfarrer/Pastor als "Beichtvater" unsere Sünden bekennen müssen ... wir bekennen Sünden gegenüber Gott direkt vor Gott und bitten Ihn um Vergebung, und bei Sünden gegenüber einem Mitmenschen suchen wir diesen auf und bekennen unsere Sünde dem Betroffenen und bitten ihn/sie um Vergebung.
Auch bzgl. des "Abendmahls" (einem gemeinsamen Mahl im Gedenken an das vollendete Erlöserwerk Jesu) ist nicht in der Bibel gesagt, dass man sich dazu mit anderen Mitgliedern einer Konfessionsgemeinschaft treffen muss und dass ein derartiges Gedächtnismahl unter Anleitung eines Pfarrers/Pastors stattfinden muss ...

Soweit einige wenige mehr grundsätzliche Gedanken zu den von Dir erwähnten Punkten. Ich hoffe, diese Anmerkungen erweisen sich als hilfreich.
Herzliche Grüße und Gottes Segen

Wolfgang Schneider
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Lydie » 4. Dezember 2013, 22:24

Vielen Dank für die Ausführungen! Ich stehe natürlich unter dem Einfluss meiner bisherigen Konfession, ich war evangelisch-lutherisch. Auch in der evangelischen Kirche gibt es die Beichte in der Form nach Luthers Katechismus. Man kann sie in Anspruch nehmen, wenn man möchte, ich habe das getan bei einem Beichtvater im Berliner Dom, als ich eine Last einfach nicht mehr tragen konnte. "Empfanget den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden nachlasset, dem sind sie nachgelassen; wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten" (Joh 20, 22 f).Darauf beruft man sich.
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Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Lester » 20. Dezember 2013, 10:55

Hallo,

ich bin dem Link zu 'ProBeatrice' einmal gefolgt und finde dort unter dem Punkt Medialität einen Text über Jenseitskontakte, Geistbegabung und Odkraft.
Also ich denke, dies hört sich nicht sehr christlich an, womit die Grundlage für einen Kontakt entfällt und man sich besser in anderen Kreisen umschaut.
Lester
 

Re: Gemeinde in Berlin

Beitragvon Pht » 21. Dezember 2013, 10:20

Ja, die Kirche hat in den letzten 1700 Jahren ganze Arbeit geleistet, um den Menschen zu sagen was sich christlich anhört und was nicht... :(

1. Thessalonicher Kapitel 5:

19 Legt dem Wirken des Heiligen Geistes nichts in den Weg! 20 Geht nicht geringschätzig über prophetische Aussagen hinweg, 21 sondern prüft alles. Was gut ist, das nehmt an. 22 Aber was böse ist, darauf lasst euch nicht ein, in welcher Gestalt auch immer es an euch herantritt
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